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Spickmich möchte auch österreichische Lehrer benoten

Tino Keller ©Spickmich

Köln/Wien. Das deutsche Lehrerbenotungs-Portal spickmich.de will auch Österreicher Zensuren für Lehrer erteilen lassen: Man heißt österreichische Schulkinder „herzlich willkommen“, sagt Chef Tino Keller. Die Domain spickmich.at ist bereits gebucht. Zuhause landet ein Rechtsstreit mit einer wutentbrannten Lehrerin demnächst vor dem Bundesverfassungsgerichtshof.

„Schüler aus Österreich sind jetzt schon auf spickmich willkommen“, so Spickmich-Gründer Tino Keller gegenüber Recht.Extrajournal. Sogar die Domain www.spickmich.at wurde registriert. Bis es mit der ernst wird, dürfte es aber noch dauern. „Pläne für eine Präsenz speziell für Österrreich unter spickmich.at haben wir aktuell nicht.“

Spickmich ermöglicht es Kindern, ihre Lehrer anonym zu benoten, und zwar in mehreren Kategorien. Eine deutsche Lehrerin, die schlechte Noten erhalten hatte, zog sogar vor Gericht, weil sie sich in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt glaubt: Sie verlangt die Löschung ihres Eintrags. Zwar verlor sie bisher, will aber nun den Bundesverfassungsgerichtshof anrufen.

Spickmich.de betont, nicht die Persönlichkeitsrechte der Lehrer verletzen, sondern lediglich eine Art Chancengleichheit herstellen zu wollen – schließlich werden die Schüler von den Lehrern auch benotet. Einige von Kritikern ins Visier genommenen Benotungsmöglichkeiten wurden gegenüber der ursprünglichen Version mittlerweile entschärft.

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