09. Nov 2009   Recht

Anwaltstag 2009, Teil 2: Ethische Grundsätze verteidigen

Wien. Die Grundpfeiler der anwaltlichen Arbeit für Klienten und Rechtsstaat sind und bleiben die berufsethischen Grundsätze, diese sind auch in Zukunft zu hüten, so die Erkenntnisse am Anwaltstag 2009.

Die Arbeitsgruppe „Ethik und Berufsrecht“, geleitet von Brigitte Birnbaum, Vizepräsidentin der Rechtsanwaltskammer Wien, hatte die Aufgabe den Überbau für alle weiteren Fragestellungen und Arbeitsschritte festzulegen und dessen nachhaltige Gewährleistung zu garantieren.

Eine ständige Evaluierung der berufsrechtlichen Regelungen soll dafür Sorge tragen, dass diese als Ausformungen der Grundwerte noch zeitgemäß sind. Dies nicht nur auf nationaler, sondern auch auf europäischer Ebene. Änderungen sollen nur insofern zulässig sein, als nicht in die „core values“ eingegriffen wird. Dies alles soll die österreichischen Rechtsanwälte auch in Zukunft unabhängig, ausschließlich den Interessen des Klienten verpflichtet und schlagkräftig machen, wenn es um das Recht Einzelner, aber auch das Recht der Gesellschaft geht, meint die Kammer.

Katalysator der Wirtschaft

Die Kommission „Rechtsanwalt – Katalysator der Wirtschaft“ trug beim Anwaltstag der Finanzkrise, deren Auswirkungen und dem wirtschaftlichen Umfeld in dem der Rechtsanwalt tätig ist, Rechnung. Der von Stefan Prochaska, Vizepräsident der Rechtsanwaltskammer Wien, geleitete Workshop, formulierte die Strategie als bereits von Anfang an notwendige Voraussetzung, um sich am heutigen Markt durchsetzen zu können.

Ebenso seien neue Technologien und hier vor allem die Nutzung mobiler Kommunikationsmittel für die Zukunft unerlässlich. Hinsichtlich technischer Performance und Umsetzung ist Österreich in diesem Bereich bereits weltweit führend.

„Der Anwaltstag ´09 hat das gebracht, was ich mir gewünscht habe: zahlreiche, hochmotivierte Teilnehmer, mutige Diskussionen und konkrete Ergebnisse“, bedankt sich ÖRAK-Präsident Benn-Ibler.

Link: ÖRAK

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