22. Nov 2010   Personalia Recht

Ex-UBS-Präsident Peter Kurer verstärkt die Chef-Etage von Schönherr Rechtsanwälte

Peter Kurer © Schönherr

Wien. Die zentraleuropäische Rechtsanwaltskanzlei Schönherr hat den ehemaligen Verwaltungsratspräsidenten der Schweizer Großbank UBS, Peter Kurer, als externes Mitglied in ihren Strategieausschuss aufgenommen: also in das Management-Gremium. Kurer ist in dem vierköpfigen Ausschuss voll stimmberechtigtes Mitglied.

Als Teil der neuen internen Managementstruktur bei Schönherr wurde der Strategieausschuss erst diesen Sommer eingesetzt. Neben Peter Kurer und Managing Partner Christoph Lindinger, besteht das Gremium aus den Partnern Gerold Zeiler, verantwortlich für Finanzagenden, und Michael Lagler, Human Resources.

Der erfahrene internationale Manager soll Schönherr mit einem Expertenblick von außen bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie unterstützen, heißt es in einer Aussendung.

Der Strategieausschuss ist für die strategische Ausrichtung der Kanzlei, die Vorbereitung des jährlichen Budgetplans und die Verteilung der leistungsorientierten Anteile der Partner am Unternehmensgewinn verantwortlich. „Mit Peter Kurer gewinnen wir auf einen Schlag jahrzehntelange Managererfahrung auf allerhöchstem Niveau. Wer an einer Sicht von außen auf das eigene Unternehmen interessiert ist, hat mit ihm die beste Wahl getroffen. Wir freuen uns daher sehr, Peter Kurer in unserer Mitte begrüßen zu können“, so Schönherr-Managing Partner Christoph Lindinger.

Kurer zu seiner neuen Aufgabe: „Das ist eine sehr spannende Herausforderung für mich. Schönherr verfügt über viel Energie und Potenzial und es freut mich sehr, an der Entwicklung der Kanzlei in eine neue Ära teilhaben zu können.“

Erfahrener Schweizer Banker

Peter Kurer (61) war von 2008 bis 2009 Verwaltungsratspräsident der UBS AG, davor war er seit 2001 General Counsel (Chefjurist) und seit 2002 Mitglied der Konzernleitung der Schweizer Großbank. 2008 übernahm er in den Wirren der Finanzmarktkrise den Job des Verwaltungsratspräsidenten an Stelle von Marcel Ospel: letzterer hatte im April 2008 nach Abschreibungen in Höhe von 19 Milliarden Franken (rund 14 Milliarden Euro) bei der UBS auf die Wiederkandidator verzichtet. Kurer sollte in dieser Situation Solidität und Kontinuität verköpern, aber auch die nötigen Reformen umsetzen helfen, charakterisierten internationale Medien seine Aufgabe.

Durch seine Tätigkeiten bei Baker & MacKenzie (1980-1990) sowie der führenden schweizer Rechtsanwaltskanzlei Hombuger (1991-2001) verfüge Kurer auch über umfassende Erfahrung in der Rechtsberatung, hält Schönherr fest.

Darüber hinaus ist Kurer Master of Laws (LL.M) der University of Chicago und Doktor beider Rechte der Universität Zürich.

Link: Schönherr

Link: Porträt von Kurer in der „FAZ“

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