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Business, Personalia, Recht

Airport-Aufsichtsratschef Christoph Herbst übernimmt persönlich Kommando am Flughafen

Wien/St. Pölten. Der bekannte Wiener Rechtsanwalt Christoph Herbst, bisher Flughafen Wien-Aufsichtsratspräsident, übernimmt nun persönlich das operative Kommando am Airport:  Nach jahrelangen Streitigkeiten müssen alle drei bestehenden Vorstände gehen, Herbst geht selbst für ein Jahr in den Vorstand.

Nach dieser Zeit will der Sanierungs- und Opferexperte wieder in den Aufsichtsrat zurück, berichten Medien.

Das Jahr als Vorstandsvorsitzender (1. Jänner bis 31. Dezember 2011) soll der Aufräumarbeit nach den hohen Verlusten des Skylink-Debakels am Airport dienen.

In einer Presseaussendung des Flughafens heißt es wörtlich: „Der Aufsichtsrat der Flughafen Wien AG hat sich in seiner Sitzung am 15. Dezember 2010 mit dem Rohbericht des Rechnungshofes zur Terminalerweiterung VIE-Skylink beschäftigt. Nach Ansicht des Aufsichtsrates liegen keine Verletzungen aktienrechtlicher oder strafrechtlicher Normen durch den Vorstand vor. Ungeachtet dessen trat der Aufsichtsrat für eine Neuaufstellung der Organisation der Flughafen Wien AG ein.“

Flughafen-Vorstand Herbert Kaufmann wird demnach mit 31. Dezember 2010 auf Basis einer einvernehmlichen Lösung aus dem Vorstand ausscheiden. Die Vorstandsmitglieder Ernest Gabmann und Gerhard Schmid werden ihr Vorstandsmandat bis 31. Dezember 2011 weiter ausüben.

Umstrittene Rochade

Herbst in der Aussendung: „Der Flughafen Wien hat sich bis heute zu einem erfolgreichen und starken Unternehmen entwickelt und Mag. Herbert Kaufmann hat diese hervorragende Entwicklung sehr wesentlich mitgestaltet. Er wird daher dem Unternehmen auch weiterhin für beratende Tätigkeiten zur Verfügung stehen. Für die Fertigstellung der Terminalerweiterung VIE-Skylink setzt der Aufsichtsrat auf Kontinuität im Vorstand. Gleichzeitig wird sich der Flughafen neuen Herausforderungen durch die rasante Veränderung der Luftfahrtindustrie stellen müssen und daher gilt es, bereits heute die Weichen für eine zukunftsgerichtete Führung und Organisation zu stellen.“

Die Oppositionsparteien üben heftige Kritik an der Personalrochade beim Flughafen, der teilweise den Bundesländern Wien und Niederösterreich gehört: Der Wechsel vom Aufsichtsrat (Kontrolltätigkeit) in den Vorstand sei „ein Skandal“, unangebracht und führe das Kontrollprinzip ad absurdum, hieß es etwa.

Erfahrung in Krisensituationen

Christoph Herbst (50) ist Partner der Kanzlei Herbst Vavrovsky Kinsky Rechtsanwälte (HVK); die Kanzleitätigkeit will er auch während seiner Funktionsperiode im Airport-Vorstand weiterführen.

Herbst hat vor seinem jetzigen Engagement bereits bei der skandalgeschüttelten Bank Burgenland aufräumen geholfen; in der Causa Bawag P.S.K. vertrat der Wirtschaftsrechtler einen angeklagten ehemaligen Bankwirtschaftsprüfer, und im Amstettner Inzestfall um Josef F. war er Opferanwalt – auf Wunsch des niederösterreichischen Landeshauptmanns Erwin Pröll.

Link: Herbst Vavrovsky Kinsky Rechtsanwälte

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