12. Jan 2011   Recht

Roland Rechtsschutz wächst in Österreich, setzt auf Top-Manager-Angebote, Prozessfinanzierung, Mediation

Wien/Köln. Die Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG meldet Zuwächse und Neuerungen auf dem österreichischen Markt: In den letzten fünf Jahren konnten die gebuchten Bruttobeiträge von 5,4 auf 10,4 Millionen Euro nahezu verdoppelt werden, heißt es. Zwischen 2005 und 2009 betrug die durchschnittliche Wachstumsrate der Bestandsprämien in Österreich, die Compound Annual Growth Rate, rund 17,8 Prozent.

In der Produktpalette setzt man u.a. auf Angebote für Top-Manager: Übernommen werden etwa die Kosten der elektronischen Fußfessel, oder auch der Öffentlichkeitsarbeit im Krisenfall.

Roland-Vorstandsvorsitzender Gerhard Horrion: „Das Überschreiten der Prämiengrenze von zehn Millionen Euro war ein wesentlicher Erfolg für uns im letzten Jahr. Wir sind in Österreich schon lange kein Nischenanbieter mehr.“ Neben dem Industriekunden- verzeichne das Privatkundensegment eine steigende Anzahl an Verträgen. „Aktuell befinden wir uns auf Rang elf im österreichischen Markt, und ich bin überzeugt, dass uns in diesem Jahr der Sprung in die Top Ten gelingen wird.“

Neue Hauptbevollmächtigte für Roland Rechtsschutz in Österreich ist seit dem 1. Jänner 2011 Rechtsanwältin Bettina Hesse (36). Die Juristin leitet zugleich das Industrie- und Auslandsgeschäft.

Produkte für die Chefetage

Heuer setzt Roland am österreichischen Markt unter anderem auf einen neuen Top-Manager-Rechtsschutz, der Unternehmern eine Rundum-Absicherung rechtlicher Risiken biete, heißt es in einer Aussendung. In den Einzelprodukten für Unternehmen, dem Universal-Straf-Rechtsschutz sowie dem Vermögensschaden-Rechtsschutz, erweitere man die Leistungen.

Neu in der Risikovorsorge sind zusätzliche Assistance-Leistungen, etwa die Kostenübernahme für eine elektronische Fußfessel durch ein Tagegeld, das Krisencoaching von Managern in Ausnahmesituationen oder die vorsorgliche Rechtsberatung. Darüber hinaus übernehme Roland beim Vermögensschaden-Rechtsschutz die Kosten der Öffentlichkeitsarbeit, und zwar im Angebot für Manager und im Angebot für Unternehmen.

Dienstvertrags-Rechtsschutz

Völlig neu sei der Dienstvertrags-Rechtsschutz als Produkt für Unternehmer: Er biete unter anderem die einjährige prämienfreie Nachhaftung bei Pensionisten. Am Markt „vergleichsweise neu“ sei außerdem die 2010 in Kraft getretene Kooperation mit dem Inkassobüro Inko, die eine kostenlose Bonitätsprüfung bei Insolvenzen ermöglicht. Bei der Betreibung unbestrittener Forderungen (ab 20 Euro) durch Inko bestehe für Kunden kein Kostenrisiko.

Bei Prozessen wird Prozessfinanzierung durch die Roland ProzessFinanz geboten. Das Unternehmen trage in solchen Fällen die Kosten eines Rechtsstreits gegen eine Erfolgsbeteiligung von 20 bis 30 Prozent des Prozesserlöses. Dies gilt in Österreich ab einem Mindeststreitwert von 250.000 Euro.

Potenzial sehe man darüber hinaus in der Mediation auf dem österreichischen Markt. Diese sei fest in den Versicherungsbedingungen verankert. Hintergrund der aktuellen Diskussion ist die EU-Mediationsrichtlinie, die bis Juni 2011 jeweils in nationales Recht umgesetzt sein muss. „Österreich nimmt mit dem seit 2004 existierenden Zivilrechtsmediationsgesetz eine klare Vorreiterrolle in Europa ein. Allerdings besteht auch in Österreich noch Handlungsbedarf hinsichtlich der Umsetzung der EU-Richtlinie, die auch grenzüberschreitende Sachverhalte regelt“, so Horrion. „Als Rechtsschutz-Versicherer fordern wir eine zügige Umsetzung der EU-Mediationsrichtlinie in nationales Recht.“

Link: Roland

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