26. Jan 2011   Recht

Paysafecard erhält erste österreichische Konzession für Zahlungsdienste, ohne Bank zu sein

Michael Müller © paysafecard

Wien. Durch das Zahlungsdienstegesetz (ZaDIG) können in Österreich erstmals auch Nichtbanken mithilfe einer Konzession Zahlungsdienstleistungen erbringen, die bisher nur Kreditinstituten vorbehalten waren. Als erstes österreichisches Unternehmen hat nun nach eigenen Angaben die paysafecard.com Wertkarten Vertriebs GmbH eine solche Zahlungsdienste-Konzession erhalten.

Vergeben werden die Konzessionen von der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA).

Mit 1. November 2009 wurde die Richtlinie über Zahlungsdienste im Binnenmarkt (Payment Service Directive – PSD) im österreichischen Recht implementiert. Ziel der PSD ist ein einheitlicher Zahlungsverkehr im Europäischen Wirtschaftsraum und die Öffnung des Marktes für eine neue Kategorie von Zahlungsinstituten.

Durch den Erhalt der Konzession profitieren die Kunden von paysafecard.com – also die Webshop-Betreiber, die paysafecard als Zahlungsmittel anbieten – von höchsten, im EU-Raum einheitlich geregelten Sicherheitsstandards, meint paysafecard in einer Aussendung. Zudem sehe das ZaDiG umfassende Informationspflichten gegenüber dem Kunden vor, wie etwa eine transparente Darstellung aller anfallenden Gebühren.

Michael Müller, Geschäftsführer der paysafecard.com Wertkarten Vertriebs GmbH: „Mit der Implementierung der PSD in Österreich wurde ein wichtiger Schritt in Richtung Harmonisierung des europäischen Zahlungsverkehrs gesetzt.“

Online-Zahlungsanbieter

Das Zahlungsmittel paysafecard zählt seit seiner Markteinführung im Jahr 2000 zu den führenden alternativen Online-Zahlungsmitteln und ist derzeit in 27 Ländern sowohl in Europa als auch in Nord- und Lateinamerika verbreitet, heißt es. Die Prepaid-Lösung funktioniert wie eine Wertkarte für Mobiltelefone.

Link: paysafecard.com

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