24. Mai 2011   Recht

Österreichs Analysten gewinnen Profil: Chartered Finance Analysts Austria (CFA) feiern 10jähriges Jubiläum

Eduard Zehetner © Immofinanz Group

Wien. Zehn Jahre nach der Gründung von CFA Austria hat der Titel „CFA“ (Chartered Finance Analyst) in Österreichs Finanzbranche deutlich an Gewicht gewonnen. Die Investmentanalysten-Vereinigung CFA Austria verleiht ihn denjenigen, die alle drei Teilprüfungen des CFA Institutes, die einmal im Jahr weltweit stattfinden, absolvieren und 4 Jahre spezifische Berufserfahrung nachweisen.

Dabei hat man einen langen Weg zurückgelegt: 2001 erfolgte der Start mit lediglich 13 CFA Charterholdern. Heute zählt der Verein mehr als 280 Mitglieder. Beim Jubiläum referierte u.a. Immofinanz-Chef Eduard Zehetner.

CFA-Mitglieder verpflichten sich zur Einhaltung höchster ethischer Standards, heißt es in einer Aussendung. Zu Beginn „kannten freilich auch viele Finanzexperten die CFA Ausbildung gar nicht und wussten auch nicht, wofür sie steht“, heißt es. Heute sei dies anders: Profis wissen, wie arbeitsintensiv es sei, alle drei Teilprüfungen zu bestehen: Nur jeder Fünfte, der die Ausbildung beginnt, schließt sie auch als Charterholder ab.

Die Dachorganisation von CFA Austria ist das CFA Institute. Sie ist nach eigenen Angaben die größte internationale Vereinigung von Investment Professionals mit mehr als 100.000 Mitgliedern rund um den Globus.

10-Jahresjubiläum im Museumsquartier

Zur gerade gefeierten 10-jährigen Vereinsjubiläum hat CFA Austria gemeinsam mit den Sponsoren JP Morgan und Invesco maßgebliche Player der heimischen Finanzbranche in die Ovalhalle des Wiener Museumsquartiers eingeladen. Mehr als 100 Gäste folgten der Einladung.

Harald P. Holzer, CFA (Präsident und Mitgründer CFA Austria) verwies in seiner Begrüßungsrede auf das starke Wachstum von CFA Austria, das in Relation zu anderen Ländern überdurchschnittlich hoch sei. Dass sowohl die Mitgliederzahl als auch die Anzahl der Absolventen der CFA Prüfung so rasant gestiegen sind, liege vor allem am hohen Stellenwert der Ausbildung, den CFA bei den großen Kapitalanlagegesellschaften wie RCM, Erste Sparinvest und Pioneer genießt, so Holzer.

Der Verein, der seine Aktivitäten ursprünglich nur auf die Mitglieder und Prüfungskandidaten fokussiert hatte, habe in den letzten Jahren sein „Zielpublikum“ erweitert, so Holzer. An der Universität werden mit dem seit 2008 vergebenen CFA-Prize, der die beste Dissertation und Diplomarbeit zum Thema Investments prämiert, Studenten und Professoren angesprochen.

Verschärfung der MiFID

Magdalena Ortner, Leiterin der Abteilung Wohlverhaltensregeln und Compliance bei der Finanzmarktaufsicht (FMA) gab ein „Überblick über die Entwicklung des Wertpapieraufsichtsgesetzes WAG und die aktuellen Wohlverhaltensregeln nach WAG 2007“, anhand derer sich klar zeige, dass die Entwicklung der Gesetze und der Aufsicht den Prinzipen und Visionen von CFA Institute und CFA Austria entgegenkommt.

Ortner kündigte eine weitere Verschärfung des Anlegerschutzes im Rahmen der MiFID (Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente) an. Bis zum Sommer werde die EU-Kommision dazu Legislativvorschläge erarbeiten.

„Oft Voraussetzung“

Der Personalexperte Raimund Steiner, LLM (Consultant Egon Zehnder International GmbH) ließ „Die Entwicklung des Anforderungsprofils für Portfolio Manager und Finanzanalysten in den letzten Jahren“ Revue passieren. Vor zehn Jahren wussten Arbeitsgeber nichts über CFA, nun sei sie oft Voraussetzung für viele Positionen, so Steiner.

Das Abschlusswort hatte Eduard Zehetner, Vorstand und Chief Financial Officer der Immofinanz AG mit seinem Vortrag „Wie haben sich die Kommunikationsanforderungen bei börsennotierten Gesellschaften in den letzten 10 Jahren geändert?“ Die Fairness gegenüber dem Endinvestor sei deutlich verbessert worden, betonte Zehetner.

Link: CFA Austria

 

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