10. Jun 2011   Bildung & Uni Recht

Neues Buch beleuchtet 20 Jahre Psychotherapiegesetz in Österreich

© Donau-Uni Krems

Krems. Vor 20 Jahren wurde die Psychotherapie mit dem Beschluss des Psychotherapiegesetzes in Österreich zum anerkannten Heilberuf mit genau definierten Berufspflichten und festgelegter Ausbildungsordnung.

Das  neue Buch „Psychotherapie und Recht“ im Facultas-Verlag will die Entwicklung und den Ist-Zustand beleuchten: Wie hat sich die Arbeit von Psychotherapeuten seither entwickelt? Welchen Stellenwert hat die Psychotherapie in der heutigen Gesellschaft? Und welche Faktoren entscheiden über den Erfolg einer psychotherapeutischen Behandlung?

Die Herausgeber sind Michael Kierein, Abteilungsleiter im österreichischen Bundesministerium für Gesundheit und Hauptautor des Gesetzes, sowie Anton Leitner, Leiter des Departments für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie an der Donau-Universität Krems.

Große Bedeutung

Psychische Probleme und Erkrankungen – vor allem Ängste, Depressionen, Suchterkrankungen und Traumata – nehmen in der westlichen Gesellschaft seit Jahren zu, heißt es in einer Aussendung der Donau-Uni Krems. Das vermehrte Angebot von Psychotherapeuten trage dem Bedarf an professioneller Hilfe Rechnung.

Vor 20 Jahren wurde in Österreich mit dem Psychotherapiegesetz ein rechtlich geschützter Rahmen für die Psychotherapie geschaffen, der Berufspflichten, eine Ausbildungsordnung und Regelungen zum Schutz der Patienten festlegt.

Das Jubiläum haben Kierein und Leitner zum Anlass genommen, Entwicklungen im Spannungsfeld von Psychotherapie und Recht zu analysieren. Im Buch „Psychotherapie und Recht“ spannen sie gemeinsam mit ihrem AutorInnenteam den Bogen von der Entstehungsgeschichte des Psychotherapiegesetzes und wesentlichen Aspekten des Berufsrechts über die Einordnung von Psychotherapie im gesellschaftlich-sozialpolitischen Kontext bis hin zu Wirkungen und Nebenwirkungen der Psychotherapie, heißt es.

Die Beiträge stammen außerdem von Norbert Wißgott, Gerhard Stemberger, René Reichel, Paula Lanske und Waltraud Bednar.

Link: Facultas

 

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