18. Jul 2011   Recht

Liechtenstein verordnet sich „Zero-Toleranz-Politik“ bei Geldwäsche: Jurist Daniel Thelesklaf verstärkt Task-Force

Vaduz. Das Fürstentum Liechtenstein setzt auf die Ernennung eines internationalen Experten für Geldwäsche: Per 1. Dezember 2011 verstärkt der international erfahrene Schweizer Jurist Daniel Thelesklaf die Leitung der Financial Intelligence Unit (FIU) Liechtenstein, so eine Aussendung.

Das Fürstentum Liechtenstein habe in den letzten Jahren im Bereich der Missbrauchsbekämpfung große Anstrengungen unternommen und ein gut funktionierendes Abwehrsystem aufgesetzt, heißt es. „Die Anstellung von Daniel Thelesklaf ist ein weiteres klares Zeichen dafür, dass wir den in letzten Jahren eingeschlagenen Weg weiterverfolgen und entsprechend ausbauen werden“, so Regierungschef Klaus Tschütscher.

Als zuständige Behörde habe sich die Geldwäschereimeldestelle bei der Umsetzung der internationalen Sanktionen als wesentliches Element des staatlichen Regelungssystems bewährt.

Viele Aufgaben

Die Stabsstelle FIU ist die zentrale Amtsstelle zur Beschaffung und Analyse von Informationen, die zur Erkennung von Geldwäsche, Vortaten zur Geldwäsche und organisierter Kriminalität oder Terrorismusfinanzierung notwendig sind.

Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz zeigte sich der Leiter der Financial Intelligence Unit Liechtenstein , René Brülhart, erfreut darüber, „mit Daniel Thelesklaf einen international anerkannten Experten verpflichten zu können. Die FIU wird mit dieser wichtigen personellen Entscheidung bei der Umsetzung und Verfolgung der Zero-Toleranz Politik der Regierung langfristig als wesentlicher Pfeiler gestärkt“.

Thelesklaf ist zurzeit Direktor des Basel Institute on Governance in Basel und gilt als international anerkannter Experte im Bereich der Geldwäschebekämpfung.

Link: Fürstentum Liechtenstein

 

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