20. Jul 2011   Bildung & Uni Recht

CMS European M&A Study 2011: Der Markt erholt sich

Günther Hanslik, Rainer Reich, Jens Kengelbach, Peter Huber, Martin Schwedler © fotodienst.at / A. Rauchenberger / CMS

Wien. Zur Veranstaltung „Inside M&A 2011 – How M&A deals really work“ lud CMS Reich-Rohrwig Hainz im Juni 2011. Präsentiert wurden die Highlights der CMS European M&A Study 2011. Einblicke in Trends des M&A-Marktes gaben dabei auch Experten von Raiffeisen Investment AG und Boston Consulting.

In seinen Eröffnungsworten wies Peter Huber, Managing Partner und Leiter des M&A-Teams von CMS Reich-Rohrwig Hainz, darauf hin, dass die mittlerweile auf einer Datenbasis von mehr als 1000 Transaktionen aufbauende CMS European M&A Study mittlerweile zur Pflichtlektüre für alle Beobachter des europäischen M&A-Marktes geworden sei.

Die Studie gebe ein aktuelles und objektives Bild der Marktpraxis bei der rechtlichen Gestaltung von M&A-Transaktionen. Sie zeige für die besonders bewegte Periode von 2007 bis 2010 den Einfluss von Veränderungen des allgemeinen Marktumfelds auf die Vertragsgestaltung und mache trotz der Konvergenz der Rechtsordnungen innerhalb der EU deutliche Unterschiede zwischen den europäischen Ländern und Regionen aus.

Günther Hanslik, Partner im M&A-Team von CMS, wies darauf hin, dass sich der europäische M&A-Markt 2010 und 2011 weiter normalisiert und sich vom Käufer- zu einem moderaten Verkäufermarkt zurückentwickelt. Die Standards der vertraglichen Risikoverteilung sind noch nicht auf das sehr verkäuferfreundliche Niveau von 2007 zurückgegangen, jedoch deute einiges darauf hin, dass der erhöhte Wettbewerb auf Käuferseite zu einer höheren Bereitschaft führe, mehr Risiken zu tragen. Das zeige sich etwa bei den geringeren vertraglichen Haftungsbeschränkungen und kürzeren Verjährungsfristen für Garantieverletzungen.

M&A in Österreich und CEE

Den M&A-Markt in Österreich und CEE nach der Krise sowie die Perspektiven der Investmentbanken beleuchtete Martin Schwedler, Vorstand der Raiffeisen Investment AG (RIAG). Demzufolge gewinnt das Transaktionskarusell in CEE immer mehr an Schwung – es ist zu erwarten, dass die Deal-Volumina bis Ende 2011 bereits Vorkrisenniveau erreichen werden.

Dabei lassen sich einige Trends des M&A-Bereichs in Österreich und CEE für die nächsten Jahre beobachten, heißt es: „Die Abwicklung von M&A- Transaktionen wird zunehmend professioneller, der Bedarf an neuem Kapital wird IPO’s antreiben und der Konkurrenzkampf zwischen Private Equity Funds wird sich intensivieren. Die Länder Russland, Polen und Türkei sind die >hot markets< des M&A Businesses, die restlichen Märkte werden um Aufmerksamkeit kämpfen müssen“, fasst Schwedler zusammen.

Wertschaffung durch M&A?

Die Experten der Boston Consulting Group (BCG), Rainer Reich, Managing Partner und Jens Kengelbach, Principal, präsentierten ihre aktuelle M&A-Studie „Riding the Next Wave: Where Are the Opportunities to Create Value?“. Diese basiert auf rund 26.000 Transaktionen, die weltweit seit 1988 durchgeführt wurden und analysiert, welche Faktoren für eine wertschaffende Akquisition ausschlaggebend sind.

„Erfolgsentscheidend sind die Auswahl der Übernahmeziele, der Zeitpunkt des Angebots sowie das Management des gesamten Transaktionsprozesses“, so Reich: „Unsere Analysen zeigen, dass die langfristige Rendite durchschnittlich höher ausfällt, wenn Käufer Unternehmen in ihrem Kerngeschäft übernehmen.“ In ihrem Vortrag verwiesen die BCG-Experten auf einige durchaus unerwartete Ergebnisse der Studie, etwa dass Käufer eher Wert schaffen, wenn sie im Ausland akquirieren; oder dass Serienkäufer durch M&A-Transaktionen in der Regel geringere Renditen als gelegentliche Käufer erzielen – bei Akquisitionen mit hoher Komplexität aber erfolgreicher sind, wie es in einer Aussendung von CMS heißt.

Am Event namen zahlreiche M&A-Experten und interessierte Wirtschaftsfachleute aus führenden österreichischen Unternehmen wie etwa BAWAG P.S.K., Conwert, EVN, RHI AG, Soravia, UniCredit Bank Austria, Wiener Städtische Versicherung und anderen teil, heißt es.

Link: CMS Reich-Rohrwig Hainz

 

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