29. Jul 2011   Bildung & Uni Recht

Ausstellung an der Uni Graz: 200 Jahre Allgemein bürgerliches Gesetzbuch und Habsburger-Gesetzgebung

Karl-Franzens-Uni Graz © Uni Graz

Graz. Vor 200 Jahren publizierte Kaiser Franz I. das „Allgemein bürgerliche Gesetzbuch für die gesammten deutschen Erbländer der Oesterreichischen Monarchie“. Das kurz als ABGB bezeichnete Gesetzbuch war grundlegend für die Entwicklung des österreichischen Rechts: Mehr als die Hälfte der 1502 Paragraphen sind heute noch in Kraft. Eine Ausstellung der Uni Graz widmet sich der damaligen Gesetzgebung. 

Auch die in dieser Zeit entworfene, bahnbrechende neue Prozessordnung und das Strafgesetzbuch ebneten den Weg zu einer modernen, rechtlich geordneten Gesellschaft, heißt es in einer Aussendung der Karl-Franzens-Uni Graz.

Das ABGB zeichnet sich durch verschiedene Eigenschaften aus: Es gilt für den Gesamtstaat, es gilt absolut und lieferte einen wichtigen Beitrag zur sozialen Nivellierung des Privatrechtes. Die Geschichte des Strafrechts und der Gerichtsordnungen spiegelt sowohl die Grundlagen der Aufklärung, wie zum Beispiel die Abschaffung der Folter, als auch die Möglichkeiten der absolutistischen Herrschaft in dieser Zeit wider, heißt es

Von Gesetzbüchern und Menschen

Die Ausstellung im Universitätsmuseum der Karl-Franzens-Universität (noch bis 29. September 2011) rekonstruiert nicht nur den Werdegang der neuen Gesetzbücher und Rechtsgrundlagen, sondern will auch Licht auf die daran maßgeblich beteiligten Personen und die dahinter stehenden Ideen werfen.

Konzipiert wurde sie als Auftakt zum 13. Internationalen Kongress für die Erforschung des 18. Jahrhunderts.

Link: Karl-Franzens-Universität Graz

 

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