09. Sep 2011   Recht

Volksbank International geht an Russen 3: Schönherr berät ÖVAG mit „M&A Powerhouse“

Sascha Hödl © Schönherr

Wien/Moskau.Die zentraleuropäische Anwaltskanzlei Schönherr hat die österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) und die Minderheitseigentümer WGZ BANK AG und DZ- BANK AG beim Verkauf der internationalen Tochter Volksbank International AG (VBI) an die russische Sberbank beraten.

Die Eigentümer der VBI, zu denen auch die französische BPCE zählt, und Vertreter der Sberbank haben gestern in Wien die Verhandlungen zum Verkauf der VBI-Gruppe abgeschlossen.

Die Sberbank wird 100 % an der Banken-Gruppe zu einem Kaufpreis von 1.0 x Eigenkapital der VBI Gruppe (exklusive Rumänien) erwerben. Dieser Kaufpreis liegt in einer Spanne von EUR 585 Mio. bis EUR 645 Mio. in Abhängigkeit von der Geschäftsentwicklung der VBI Gruppe (exkl. VB Rumänien) im Geschäftsjahr 2011. Zusätzlich zum Kaufpreis wird die Sberbank die bisher bestehende Gesellschafter-Finanzierung von knapp EUR 2.5 Milliarden übernehmen.

Darüber hinaus wird eine von der ÖVAG geführte Banken-Gruppe bei Closing der Transaktion der Sberbank Funding in Höhe von 500 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 5 Jahren zur Verfügung stellen. Die Verträge wurden gestern unterzeichnet, ein Closing ist – nach Erfüllung der aufschiebenden Bedingungen – bis Ende des Jahres geplant, heißt es. Die VB Rumänien ist von der Transaktion ausgenommen.

Die ÖVAG startete bereits 1991 ihr Engagement im CEE Raum. Zuletzt steuerte die VBI ein Bankennetzwerk mit 547 Vertriebsstellen in 9 Ländern Mittel- und Osteuropas. Seit Ende 2004 sind auch die DZ-BANK AG/WGZ BANK AG und die französische BPCE mit jeweils 24,5 % an der VBI beteiligt.

Die Sberbank ist heute das führende Kreditinstitut im russischen Raum und in der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Gegründet 1841, hat die Sberbank sich zu einer universellen Kommerzbank mit stark differenzierten Geschäftsfeldern entwickelt. 2011 verwaltete das Institut 48 % der Kleinkundeneinlagen, 32 % der Verbraucherdarlehen und 31 % der Firmenkredite in Russland, so eine Aussendung von Schönherr.

„Unser M&A Powerhouse“

„Die großvolumige Transaktion ist nicht nur ein schöner Erfolg für das M&A Powerhouse bei Schönherr. Europaweit ist es auch der bis dato einzige M&A Bankendeal in dieser Größenordnung – damit gibt auch der österreichische M&A Markt ein kräftiges Lebenszeichen in Europa von sich“, so Schönherr Partner Sascha Hödl, der die Verhandlungen gemeinsam mit seinem Team betreute.

Das Schönherr-Team setzte sich unter der Leitung von Partner Sascha Hödl aus den Partnern Peter Feyl, Martin Ebner, Franz Urlesberger und Florian Kusznier, den Anwälten Roman Perner, Walter Gapp und Christoph Haid sowie den Associates Stefan Paulmayer und Stefanie Wöss zusammen.

Zusätzlich befassten sich Teams aus den Schönherr Büros in Rumänien, der Tschechischen Republik, Ungarn, Kroatien, der Slowakei, Slowenien, Serbien und der Ukraine mit länderspezifischen Aspekten des Deals. Die Sberbank wurde von Freshfields, die französische BPCE von Bredin Prat und Dorda Brugger Jordis beraten.

Link: Schönherr

 

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