14. Sep 2011   Recht

Steuer-Optimierung für Familienbetriebe: Ab 1. April 2012 locken Steuerersparnisse bei Firmenverkauf, so SOT

Gierer, Wagner, Roth, Buchegger, Unger, Schönholz © SOT

Oberwart. Wie man einen Familienbetrieb steuerlich und finanziell optimiert, war Thema des SOT Business Lunch. Immerhin sind mehr als 80 Prozent der österreichischen Unternehmen Familien­unter­nehmen.

Es sind großteils kleine, mittlere und große Gewerbebetriebe, doch auch Industrieunternehmen und große Aktiengesellschaften stehen in Familienbesitz.

Über zwei Drittel des Bruttosozialproduktes im deutschsprachigen Raum werden in Familienbetrieben erwirtschaftet, so die SOT.

Hans Roth, Partner der SOT Süd Ost Treuhand und Bank Austria Vize-Landesdirektor Rudolf Schönholz referierten im Rahmen des traditionellen SOT Business Lunch vor Kunden und Interessierten zum Thema. Dabei wurden steuerliche Aspekte, die Rechtsformgestaltung sowie Umgründungen an Hand von Praxisbeispielen dargelegt, heißt es in einer Aussendung von SOT.

„Es gibt eine Vielzahl von steuerlichen Möglichkeiten die oftmals ungenützt bleiben, da Unternehmer oft in der Hektik des Alltages wenig Zeit haben, alle nötigen Schritte, auch aus steuerlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht, zu prüfen“, so Roth. Ein Beispiel: Wegen der unterschiedlichen Steuersätze einer GmbH einerseits, und eines Einzelunternehmens oder GmbH & Co KG andererseits, verbleiben in der Rechtsform einer GmbH um bis zu 50 Prozent mehr Gewinn übrig, der dann wieder reinvestiert werden kann.

Steuersatz sinkt auf 25%

Auch beim Verkauf erweise sich die Rechtsform der GmbH als günstiger, da der Gewinn aus dem Verkauf ab 1. April 2012 nur mit einem Steuersatz von 25 Prozent belastet ist, während der Gewinn aus dem Verkauf eines Einzelunternehmens oder GmbH & Co KG – von Ausnahmen abgesehen – mit bis zu 50 Prozent besteuert wird. Anhand von drei Beispielen aus der Praxis wurden Möglichkeiten für eine steueroptimale Umgründung dargestellt.

Die Referenten von Seiten der Bank Austria brachten den Teilnehmern u.a. die „7 Todessünden“ eines Unternehmers aus Sicht der Bank näher. Es wurde auch auf die Möglichkeiten der betrieblichen Vorsorge eingegangen, heißt es.

Zu den Gästen des SOT Business Lunches zählten:

  • Juliane Bader-Kallinger u Gottfried Bader, Bader Bau GmbH
  • Peter Blaschitz jun., Meiland Immobilien GmbH
  • Roman Eder, Eder Josef GmbH
  • Landtagsabgeordnete Andrea Gottweis
  • Helmut Ulreich, Ulreich GmbH & Co.KG
  • Ronald Rasser, Wirtschaftskammer Burgenland

Link: SOT

 

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