04. Okt 2011   Recht

TPA Horwath: Osteuropas Staaten setzen auf Erneuerbare Energien, Einzelfall-Prüfung trotzdem nötig

K. Fuhrmann © TPA / www.peterrigaud.com

Wien. In Zeiten der Talfahrt an den Börsen hat ein Trend zu Investments in Alternativenergieprojekte oder -fonds eingesetzt, da hier der Ertrags-Risiko-Faktor überschaubar und vor allem erkennbar sei, heißt es bei TPA Horwath: Durchschnittliche Renditen zwischen 8 und 10 Prozent seien durchaus realistisch.

„Langfristig garantierte Einspeistarife gekoppelt mit Förderungen aus regionalen, staatlichen und EU-Mitteln geben eine Kapital- und Investitionsabsicherung“, so Karin Fuhrmann, TPA Horwath-Immobilienexpertin und Partnerin.

TPA Horwath-Partner Daniel Mercsanits sieht viele Vorteile für eine „Grüne Zukunft“: „Natürlich geht es vor allem um eine klimafreundliche, sichere und umweltschonende Energiegewinnung. Aber auch die wirtschaftlichen Perspektiven erhellen sich auf den Gebieten der Alternativenergie. Wir stärken zum einen die heimische Wirtschaft, geben Perspektiven für Regionen, Kommunen und Unternehmen und schaffen neue, langfristige Arbeitsplätze. Grüne Energie erhält einen trendigen Status.“

Als Investitionsbereiche bieten sich Windenergie, Photovoltaik, Wasserkraftwerke, Geothermie, Bioenergie und Abfall oder auch die Stromerzeugung durch Meereswellen an, so Expertin Fuhrmann.

Für Unternehmensberater Herwig Reininger von TPA Horwath hat sich der Alternativenergiemarkt im CEE-Raum in den letzten Jahren von einem Verkäufer- zu einem Käufermarkt entwickelt: „Wurden vor Jahren noch Projekte im Green Field Status zu weit überhöhten Preisen gekauft, wird heute der Projektkauf einer intensiveren Überprüfung unterzogen.“

Die CEE-Staaten haben es laut Reininger geschafft, den Alternativenergiegedanken besonders tief in ihre Wirtschaftspolitik zu integrieren. Freilich sei eine gründliche Überprüfung der konkreten Projekte für Investoren unabdingbar.

Fuhrmann nimmt die steuerlichen Rahmenbedingungen und eine mögliche Strukturierung eines Alternativenergie-Projektes bzw. Immobilienfonds unter die Lupe: „Das Ziel einer Strukturierung sollte es sein, dass der Zufluss an den Investor nur einmal der Besteuerung unterliegt. Der Zufluss kann als Entnahme aus einer Personengesellschaft, als Gewinnausschüttung oder als Anleihezinsen erfolgen“, so Fuhrmann. Auf jeden Fall sei es ratsam, sich die Rahmenbedingungen im Vorhinein gut erklären zu lassen.

„Energy Tomorrow“

Im Wiener Sofitel Am Stephansplatz fanden sich kürzlich prominente Vortragende bei einer Veranstaltung zum Thema „Energy Tomorrow. Investmentchance: Erneuerbare Energie in CEE“ ein: Die Keynote hielt der schwedische Nachhaltigkeitsexperte Professor Hans Lundberg. Weitere Vortragende waren Bernd Huber vom Institut für Anlageberatung AG (ifa), Karl Gruber von Wien Energie sowie die TPA Horwath-Experten Karin Fuhrmann, Daniel Mercsanits, Herwig Reininger und Wojciech Sztuba.

Link: TPA Horwath

 

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