14. Okt 2011   Recht

IT-Sicherheit für Unternehmen: Experten diskutierten bei Wolf Theiss die aktuelle Bedrohungslage

Zankl, Guillou, Feiler, Schnider © Wolf Theiss

Wien. In der Informationstechnik stehen Unternehmen heute vor ernsthaften Bedrohungen: Von der alltäglichen Flut an Trojaner-Software über das aufsehenerregende Eindringen von Hackern wie etwa im Fall von Sony bis hin zu kriminellen Praktiken in der eigenen EDV-Abteilung. Und vielen Managern ist noch gar nicht bewusst, dass sie neuerdings in vielen Fällen gesetzlich verpflichtet sind, ihren Kunden z.B. das Ausspähen von Daten durch Hacker zu melden.

Ein hochkarätiges Expertenpodium ging im Rahmen des von der Wirtschaftskanzlei Wolf Theiss veranstalteten „Cyber Security Forum“ der Frage nach, welche zentralen Herausforderungen sich für Unternehmen angesichts der neuen Bedrohungen im Bereich der IT-Sicherheit stellen und wie diese gemeistert werden können.

Die Veranstaltung, die am 13. Oktober in den Kanzleiräumlichkeiten von Wolf Theiss stattfand, stand ganz im Zeichen des in den Medien vielfach diskutierten Themas der „Cyber Security“, also der Sicherheit von Computersystemen, einschließlich der darauf gespeicherten unternehmerischen Geschäfts­geheimnisse und Kundendaten.

Es diskutierten:

  • Hervé Guillou, CEO von Cassidian (EADS-Gruppe), einem weltweit führenden Anbieter globaler Sicherheitslösungen
  • Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Zankl, Universität Wien/Institut für Bürgerliches Recht, Gründer und Präsident des Europäischen Zentrums für e-Commerce und Internet-Recht – e-center
  • Alexander Schnider und Lukas Feiler von Wolf Theiss

Das Forum wurde von Wolf Theiss Senior Associate Alexander Schnider eröffnet, der einen Überblick über die rechtlichen Herausforderungen gab, denen sich Unternehmen und öffentliche Einrichtungen angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Hacking-Angriffe stellen müssen. Es folgte ein Fachvortrag von Hervé Guillou, der insbesondere die Notwendigkeit einer weltweiten und geschlossenen Zusammenarbeit sowie eines verstärkten Informationsaustausches betonte, heißt es in einer Aussendung von Wolf Theiss.

Haftung und Enthüllung

Prof. Zankl referierte über die Haftungsrisiken von Unternehmen bei der Nichteinhaltung von angemessenen Sicherheitsstandards, und Lukas Feiler beleuchtete die Frage, in welchen Fällen, auf welche Art und Weise sowie zu welchem Zeitpunkt betroffene Unternehmen verpflichtet sind, ihre Kunden von einem Computereinbruch zu informieren. Anknüpfend daran präsentierte Feiler vorbeugende Strategien und Maßnahmen, um im Falle einer erfolgreichen Hack-Attacke schnell und angemessen reagieren zu können.

In der anschließenden Podiumsdiskussion unter der Leitung von Alexander Schnider wurde insbesondere den Fragen nachgegangen, welche strafrechtlichen Folgen ein Computereinbruch haben könnte, wie unmittelbare Bedrohungen von Computernetzwerken abgewendet werden können und welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um den rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken einer mangelnden Computersicherheit zu begegnen.

„Durch dieses Event wurde im Bereich der Cyber Security erstmalig ein gelungener Spannungsbogen zwischen aktuellen unternehmerischen Interessen, dogmatischer Analyse und praktischer anwaltlicher Beratung geboten“, so Alexander Schnider im Anschluss an die Veranstaltung.

Im Publikum befanden sich u. a.: Clemens Foisner (SEC Consult), Natalie Knabl (Hutchison 3G), Thomas Latzer (Cisco Austria), Daniel Schützenauer (Kapsch CarrierCom), Christian Fritz (Ikarus Security Software), Elisabeth Weichselberger-Chlap (Raiffeisen Informatik) und Michael Hauer (Erste Bank).

Link: Wolf Theiss

 

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