20. Jan 2012   Recht

e|n|w|c erwartet Zunahme von M&A-Transaktionen durch neue Bauregelung in Ungarn

Dénes Szabó © enwc

Budapest/Wien. Seit 1. Jänner 2012 gibt es in Ungarn den sogenannten „Plazastopp“ – eine im Baugesetz verankerte neue Regelung, die verbietet, dass Handelsflächen von mehr als 300 m² neu geschaffen oder ausgebaut werden.

Um diese Regelung zu umgehen, könnte es in Ungarn verstärkt zu Unternehmenszusammenschlüssen in der Einzelhandelsbranche kommen, heißt es in einer Aussendung von e|n|w|c Rechtsanwälte.

Der hohe Konzentrationsgrad des ungarischen Einzelhandels soll – so die offizielle Begründung – durch die neue Regelung „Plazastopp“ reduziert und der Marktanteil von Kleinunternehmen geschützt werden, heißt es.

„Investoren und Wirtschaftsexperten vermuten hinter dem Plazastopp aber noch einen anderen Grund, nämlich die beabsichtigte Umleitung von Kapitalinvestitionen von der Handelsbranche in den Produktionssektor. Sie kritisieren die Gesetzes-Änderung auf das heftigste: Das Bauverbot bedeute für die ohnehin kämpfende Bauindustrie eine weitere Belastung, verschlechtere die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Ungarn weiter und beeinträchtige den Wettbewerb“, erklärt Dénes Szabó, Partner bei e|n|w|c Rechtsanwälte in Budapest.

Expansion durch Übernahmen

Szabó geht davon aus, dass Einzelhandelsunternehmen ihre Expansionspläne nun durch Firmenübernahmen verwirklichen werden. „Wir erwarten daher für die nächsten Jahre eine Zunahme von Unternehmenszusammenschlüssen in der Einzelhandelsbranche”, so Szabó.

Der „Plazastopp“ soll bis Ende 2014 in Kraft bleiben.

Link: e|n|w|c

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