03. Feb 2012   Steuer

Insolvenzen nehmen international heuer zu, Österreich kann auf Seitwärtstrend hoffen

Bettina Selden ©Prisma

Wien. Die Weltwirtschaft steht noch unter dem Eindruck der Staatschuldenkrise im Euro-Raum sowie dem Vertrauensverlust an Finanz- und Kapitalmärkten. Die Kreditversicherer Euler Hermes und Prisma prognostizieren einen Rückgang des weltweiten Wachstums von 3 Prozent 2011 auf 2,7 Prozent 2012.

Damit einher geht in vielen Ländern ein Anstieg bei den Insolvenzen, wird gewarnt – allerdings nicht in Österreich.

Überdurchschnittliches Wachstum findet derzeit hauptsächlich in Asien, im Mittleren Osten sowie außerhalb der OECD statt. Die Eurozone wird nur knapp nicht stagnieren – das Wachstum werde 0,3 Prozent betragen, wird erwartet. „Hand in Hand mit diesen Aussichten erwarten wir einen Wiederanstieg der internationalen Insolvenzen für 2012“, so Prisma-Vorstand Bettina Selden.

Nach dem Rückgang um 3 Prozent im Jahr 2011 errechnet Euler Hermes für 2012 einen Zuwachs um 3 Prozent. In Europa dürfte die Anzahl sogar um markante 12 Prozent klettern, darunter Griechenland +26 Prozent, Spanien + 20 Prozent und Italien +15 Prozent, heißt es in einer Aussendung.

Besser als woanders

Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen 2011 in Österreich um rund 8 Prozent auf 5.680 zurückgegangen ist, zeichne sich angesichts der nachlassenden Konjunktur ein Ende dieser positiven Entwicklung ab. Österreichs Insolvenzgeschehen werde heuer auf dem Niveau von 2011 bleiben.

Beim Wirtschaftswachstum gehen die Experten gehen davon aus, dass Österreich 2012 mit einer Konjunkturdelle davonkommt, bevor 2013 eine Besserung zu erwarten ist. Der verhaltene private Konsum, die Umsetzung politischer Reformen und das Engagement der Banken in Osteuropa bleiben weiterhin auf der „watchlist“, heißt es.

Link: Prisma

 

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