07. Mrz 2012   Steuer

Studie der Erste Bank über den Umgang von Frauen in Österreich mit dem Thema Geld und Finanzen

Susanne Höllinger © Erste Bank

Wien. Zum Weltfrauentag 2012 hat die Erste Bank eine Umfrage zum Finanzverhalten von Frauen in Auftrag gegeben. Nur 16% der Österreicher sehen die Themen Geld und Finanzen weiblich behaftet, das geht aus der Umfrage des Marktforschungsinstituts Integral hervor.

Doppelt so viele der Befragten sind der Meinung, dass Finanzen immer noch Männersache sind. Für 49% sind beide Partner gleichermaßen zuständig, so die Studie.

Nur jede fünfte Frau findet Finanzen wären Frauensache, doch jeder dritte befragte Mann ordnet Finanzen in den männlichen Kompetenzbereich ein, heißt es in einer Aussendung der Erste Bank.

Die tatsächlichen Entscheidungen in Sachen Geld trifft die Mehrheit der befragten Österreicher schlussendlich aber selbst. Männer geben vermehrt an selbst (54%) zu entscheiden als Frauen (47%). Diese beziehen wiederum lieber den Partner in ihrer Finanzentscheidung mit ein (42%) – mehr als Männer es mit ihrer Partnerin tun (36%).

Frauen sparen in Relation mehr

Durchschnittlich gibt die Österreicherin 253 Euro für ihre Vorsorge aus (13 Euro weniger als Männer). Darin enthalten sind alle Vorsorgeleistungen wie Pensionsvorsorge, Zusatzkrankenversicherung oder das was noch aufs Sparbuch wandert.

Das sind nur 5% weniger als Männer, und das obwohl Frauen laut Statistik Austria mit durchschnittlich 40% weniger Monatseinkommen haushalten müssen.

„Frauen verabschieden sich immer mehr vom Klischee der finanziell abhängigen Frau“, so Susanne Höllinger, Leiterin des Private Banking der Erste Bank Oesterreich.

Bei der Sparform stehen die Klassiker an erster Stelle: 65% aller Frauen haben ein Sparbuch gefolgt vom Bausparer (60%) und Lebensversicherung mit 46%. Risikoreiche Anlagen wie Aktien, Anleihen und Fonds besitzen nur 16% der Frauen.

Den Rat bezüglich Geld und Finanzangelegenheiten holen sich beide Geschlechter vorrangig beim Bankberater (45%), gefolgt von Familienmitgliedern (28%). Bei Frauen steht der Partner wenn es um Geldfragen geht an dritter Stelle (26%), bei Männern steht die Frau in Finanzfragen erst auf Platz vier.

Link: Erste Bank

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