12. Apr 2012   Recht Tipps

ÖAMTC: Was ein gesetzeskonformes Fahrrad braucht

© ÖAMTC

Wien. Im Zeitraum Jänner bis November 2011 wurden laut Statistik Austria 5.302 Radfahrer bei Unfällen verletzt, 40 davon tödlich. Viel zu oft trug falsche Ausrüstung dazu bei, kritisiert der ÖAMTC. Und dass obwohl seit 2001 die Fahrradverordnung die Mindestkriterien festlegt.

Demnach dürfen nur Fahrräder am Straßenverkehr teilnehmen, die über zwei getrennte Bremsanlagen, Reflektoren und Beleuchtung sowie Glocke oder Hupe verfügen.

„Bei Verstößen drohen 14 Euro Strafe pro Delikt“, warnt ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer. 

Scheinwerfer und Rücklicht bei Tageslicht nicht verpflichtend 

Bei der Beleuchtung sind konkret vorgeschrieben:

  • weiße Rückstrahler nach vorne
  • rote Rückstrahler nach hinten
  • gelbe Rückstrahler in Speichen und Pedalen

Bei Tageslicht und guter Sicht müssen Scheinwerfer und Rücklicht laut Gesetz zwar nicht mitgeführt werden. „Man weiß allerdings nie genau, wann die Heimfahrt angetreten wird. Deshalb sollte die Beleuchtung besser immer dabei sein“, empfiehlt der ÖAMTC-Experte. Bei schlechter Sicht bzw. Dunkelheit sei immer mit Licht zu fahren, so Hoffer.

Die Fahrradverordnung legt auch die Kriterien zum richtigen Transport von Kindern fest: Pro Fahrrad darf nur ein Kind transportiert werden – und zwar ausnahmslos hinten, in einem Kindersitz. Der Sitz muss über Folgendes verfügen:

  • Gurte
  • höhenverstellbarer Beinschutz
  • Fixierriemen für die Füße
  • Lehne zum Abstützen des Kopfes

Für Fahrradanhänger gilt: Wenn mit dem Anhänger Kinder befördert werden, muss darauf geachtet werden, dass die Kinder die Speichen nicht berühren können und das Einklemmen von Gliedmaßen zwischen Hinterrad und Radabdeckung ausgeschlossen ist. Außerdem müssen Fahrradanhänger, die zum Personentransport gedacht sind, über Gurte verfügen.

Für Kinder unter 12 Jahren gibt es eine gesetzliche Helmpflicht. Interessantes Detail: In Niederösterreich gilt die Helmpflicht abseits von Straßen mit öffentlichem Verkehr – also beispielsweise am Donauradweg, der als Treppelweg gekennzeichnet ist – für Kinder bis 15 Jahre.

„Generell sollten aber auch ältere Kinder und vor allem Erwachsene als Vorbilder agieren und niemals ohne Helm aufs Rad steigen“, so Hoffer.

Link: ÖAMTC

 

 

 

 

 

 

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