17. Apr 2012   Steuer

Arcotel-Vorstand Mayer kritisiert Steuerlast für Wiener Hotellerie, warnt vor Negativeffekten

Manfred Mayer ©W.-P. Steinheißer / Arcotel

Wien. Durch das Valorisierungsgesetz, das jährlich die automatische Anhebung der Kommunalgebühren vorsieht, die Erhöhung der Ortstaxe und die Verdreifachung der U-Bahnsteuer werden die Wiener Tourismusbetriebe spätestens ab 2013 erhebliche Mehrbelastungen zu tragen haben. Arcotel-Alleinvorstand Manfred Mayer plädiert für die Senkung der Lohnnebenkosten und des Mehrwertsteuersatzes wie in Deutschland. Ansonsten könnten die Hoteliers entweder bei den Arbeitnehmern einsparen oder die Kosten auf die Gäste übertragen, warnt er. 

„Interessant wäre eine Aufstellung bzw. ein Konzept, wofür die Einnahmen aus der Abgabenerhöhung verwendet werden. Meiner Meinung nach sollten diese Vorgänge transparent gestaltet werden. Es sollte einen Bericht der Stadtregierung geben, in dem Monat für Monat die Ausgaben und der Nutzen für den Wiener Tourismus belegt werden. Pressemeldungen über erhöhte Nächtigungszahlen sind mir zu wenig“, erklärt Mayer in einer Aussendung.

Abwälzen der Kosten „keine ideale Lösung“

Der Tourismus ist mit mehr als 180.000 Beschäftigten einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren in Österreich, eine zunehmende steuerliche Last könnte aber zu einem Abwälzen der Kosten auf Arbeitnehmer oder Hotelgäste führen, so Mayer kämpferisch: „Ich denke beide Optionen wären keine ideale Lösung für Wien.“

Link: Arcotel

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