24. Apr 2012   Steuer

Kreditversicherer Prisma ortet Export als einzigen Wachstumstreiber in Europa

Bettina Selden ©Prisma

Wien. Die Prisma Kreditversicherung und der weltweit führende Kreditversicherer Euler Hermes orten in ihrem unlängst präsentierten Branchenausblick wieder Wachstum; jedoch vorallem in Schwellenländern.

Exporte seien derzeit Europas einziger Wachstumstreiber, heißt es. Allen voran ist Deutschland als Abnehmerland die größte Chance für Österreichs Exporteure.

„Wachstum findet zwar wieder statt, aber vor allem in den Schwellenländern. Exporte sind derzeit Europas einziger Wachstumstreiber“, meint Bettina Selden, Vorstand der Prisma Kreditversicherung.

Neben einer schwachen Binnennachfrage und hoher Arbeitslosigkeit sei die Performance der Handelsbranche und der Fluggesellschaften besonders schwach: Erstere kämpfe mit schwachem privaten Konsum, letztere mit hohen Ölpreisen. Einzig die Autozulieferindustrie, die Chemieindustrie sowie die Flugzeughersteller entwickeln sich in Europa gut, heißt es in einer Aussendung.

Abnehmerland Deutschland

Österreichischen Exporteuren empfiehlt Selden, die Chancen im größten Abnehmerland Deutschland zu nutzen.

Italienexporte sieht  Selden kritisch: „Waren aus Österreich haben dort einen hohen Stellenwert, aber außer der Lebensmittelbranche gibt es wenig Lichtblicke“.

Baubranche in den USA bleibt schwach

Die USA zeigt kein einheitliches Bild: Wachstums- und Beschäftigungszahlen erholen sich, aber die Baubranche – einer der wichtigsten Indikatoren – bleibt schwach, die Eigenheimpreise fallen seit ein paar Monaten wieder.

Positiv entwickelt sich derzeit Chemie- und Pharmaindustrie, Autohersteller, Nahrungsmittel- und Luftfahrtindustrie, heißt es.

Asiatischer Raum und Südamerika 

Die Schwellenländer profitieren vom Wachstum in der Asien-Pazifik-Region und in Südamerika. Nennenswerte Positivbeispiele seien die Agrar- und Nahrungsmittelindustrie in Brasilien, die Unterhaltungselektronik sowie die Automobilindustrie in Südkorea sowie Indien mit seinen Mischkonzernen Tata und Mahindra.

In einigen Branchen stehe jedoch noch eine Umstrukturierung und Modernisierung an, wie etwa in der Stahl- und Automobilindustrie in China.

Link: Prisma

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