23. Jan 2013   Steuer

PwC Global CEO Survey 2013: Top-Manager sehen Konjunkturschwäche in China und USA als größte Risiken

Friedrich Rödler © PwC
Friedrich Rödler © PwC

Davos. Die Wachstumserwartungen der weltweiten Top-Manager sind zum Jahreswechsel 2013 getrübt, so die aktuelle Studie „16. Global CEO Survey“ von PwC. Nur knapp jeder fünfte Vorstandschef rechnet für das laufende Jahr mit einem globalen Aufschwung, 28 % fürchten eine Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage.

Das eigene Unternehmen sehen 36 % der 1.330 befragten Top-Manager auf Expansionskurs. Bei der Umfrage 2012 hatten sich noch 40 % und 2011 sogar 48 % der CEOs zuversichtlich beim Wachstum des eigenen Unternehmens gezeigt.

Die Einschätzungen der CEOs aus den Schwellenländern sind deutlich positiver als die der Manager aus den Industriestaaten: So sehen 85 % der Befragten aus Indien und 62 % der Befragten aus Afrika ihr Unternehmen langfristig klar auf Wachstumskurs gegenüber 51 % der nordamerikanischen CEOs, 52 % der CEOs in Asien-Pazifik und sogar nur 34 % der westeuropäischen Vorstandschefs, heißt es in einer Aussendung.

„Zum Jahreswechsel sehen sich die CEOs mit einer komplexen Risikolage konfrontiert: In China droht eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, in den Vereinigten Staaten schwelt der Haushaltsstreit und in Europa bleibt die Schuldenkrise das beherrschende Thema. Angesichts dieser Unsicherheiten konzentrieren sich die Manager auf Effizienzsteigerungen und die bessere Ausschöpfung bestehender Märkte, während Expansionspläne zurückgestellt werden“, erklärt Friedrich Rödler, Senior Partner von PwC Österreich.

Euro-Krise lastet auf Westeuropa

Besonders schwach ausgeprägt ist der Optimismus unter den befragten Vorstandschefs aus Westeuropa. Vor dem Hintergrund der schweren Wirtschaftskrise in Südeuropa und der fortdauernden Diskussion um die Stabilität der Eurozone rechnen hier nur knapp 22 % der CEOs mit Umsatzsteigerungen im laufenden Jahr (2012: 27 %).

Deutlich zuversichtlicher sind die Befragten aus Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum, obwohl auch diese die Wachstumsaussichten für ihr Unternehmen tendenziell verhaltener einschätzen als im Vorjahr. So gehen noch 33 % der CEOs nordamerikanischer Firmen sehr zuversichtlich ins Jahr 2013 (2012: 42 %), in der Region Asien-Pazifik sagen dies 36 % der Top-Manager (2012: 42 %).

Gegen den Trend leicht verbessert hat sich die Stimmung der Befragten aus Südamerika: Von diesen gehen nunmehr 53 % fest von Zuwächsen aus.

Die größte Zuversicht herrscht in Russland, Indien und Mexiko (jeweils über 60 %), das Schlusslicht bildet Korea mit 6 %.

Konsolidierung bestimmt Unternehmensstrategien

Gut vier von fünf CEOs weltweit halten die andauernde Ungewissheit über die Entwicklung der Weltkonjunktur für den wichtigsten Risikofaktor (81 %), an zweiter Stelle steht die Sorge vor drastischen Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen zur Sanierung der Staatsfinanzen (71 %).

Ebenfalls häufig genannt wurden die Gefahr einer Überregulierung durch neue Auflagen und Vorschriften (69 %) sowie die mangelnde Stabilität der Kapitalmärkte (61 %).

Strategische Leitmotive für 2013 sind Investitionen in Programme zur Kundenbindung (51 %) und Verbesserung der Effizienz (49 %). Die größte Bedrohung für das Wachstum des eigenen Unternehmens sehen die Manager in einer steigenden Steuerbelastung (62 %), dem Mangel an Fachkräften (58 %) und steigenden Energie- und Rohstoffkosten (52 %).

Link: PwC

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