29. Jan 2013   Steuer

Hotelmarkt: Wien reich an Luxus, arm an Budget-Hotels und europaweit auf Platz 9, so PwC

Wolfgang Vejdovsky ©PwC
Wolfgang Vejdovsky ©PwC

Wien. Der Wiener Hotelmarkt bleibt im europäischen Mittelfeld: Während das 5-Sterne-Segment in der Bundeshauptstadt stetig ausgebaut wird, fehle es derzeit noch an Budget-Hotels, so die PwC-Studie „European cities hotel forecast 2013″. Insgesamt wurden dafür die Daten von 19 europäischen Großstädten verglichen.

2013 können die Wiener Hotels laut PwC-Prognose eine Zimmerauslastung von 70,4 % erwarten, leicht über dem europäischen Durchschnitt von 69,8 %.  Damit liegt Wien auf dem 9. Platz.

„Die Hoteliers in Wien profitieren zum einem von der Attraktivität für Touristen und zum anderen als internationaler Kongress-Hotspot.  Die Zimmerpreise steigen seit 2010. Trotzdem kostet eine Nacht in Wien mit rund 96 Euro im Vergleich zum Europa-Schnitt mit knapp 131 Euro wenig“, so Wolfgang Vejdovsky, Leiter Real Estate und Experte für den Hotelmarkt bei PwC Österreich, in einer Aussendung.

Paris vor Edinburgh und London

Im Vergleich der 19 europäischen Städte am stärksten belegt sind die Hotels in Paris mit einer durchschnittlichen Zimmerauslastung von 79,1 %, gefolgt von Edinburgh mit 77,2 % und London mit 77,1 % (im Olympia-Jahr 2012 waren es in London übrigens noch 80,2 %). 

Auf den Plätzen vier bis acht folgen die Städte Barcelona (75,7%), Dublin (75,1%), Amsterdam (74,9%), Berlin (73,5%) und Zürich (70,9%). Österreich belegt mit 70,4% den neunten Platz vor Prag (69,5%), Frankfurt (69,5%) und Brüssel (68,5%).

„Insgesamt weht den Hoteliers in Europa der Wind durch die anhaltende Krise schärfer ins Gesicht. Die Zeiten, in denen die Hotelbranche zweistellige Zuwachsraten der Erlöse pro verfügbarem Zimmer verzeichnen konnte, scheinen erst einmal in die Ferne gerückt. Hoteliers müssen es vielmehr schaffen, bestehende Kunden an sich zu binden, in den Preisvergleichen von Online-Portalen zu bestehen und zusätzliche Gäste aus den Emerging Markets für sich zu gewinnen“, so Vejdovsky.

Link: PwC

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