20. Feb 2013   Steuer Veranstaltung

KPMG lud zur Podiumsdiskussion: Wo bleibt die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Österreichs?

W. Muhm, G. Wailand, R. Mitterlehner, B. Polster, H. Scheuch, Abt Gregor Henckel Donnersmarck, A. Treichl ©KPMG/E.Marschik
Muhm, Wailand, Mitterlehner, Polster, Scheuch, Henckel Donnersmarck, Treichl ©KPMG/E.Marschik

Wien. Wodurch Österreich in den nächsten Jahrzehnten wettbewerbsfähig bleiben kann, war das zentrale Thema der KPMG-Podiumsdiskussion „Wie reich ist Österreich“ in Wien.

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, Abt Gregor Henckel Donnersmarck, AK-Direktor Werner Muhm sowie die zwei Vorstandsvorsitzenden Heimo Scheuch (Wienerberger) und Andreas Treichl (Erste Group) diskutierten. 

Es moderierten Gewinn-Herausgeber und Krone Co-Chefredakteur Georg Wailand und KPMG-Partnerin Barbara Polster.

„Wir müssen in Österreich auch außerhalb unseres Landes als attraktiver Platz für Investitionen gesehen werden. Skandinavien hat es geschafft, sich in den letzten Jahren entsprechend zu positionieren. Die Ausgangslage für Österreich ist ganz hervorragend, da ich das Wachstum in der Region Zentral- und Osteuropa wesentlicher stärker sehe, als in Westeuropa“, sagte Andreas Treichl laut einer Aussendung.

Die Standortfaktoren

„Die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich wird von der Verfügbarkeit an qualifizierten und gut ausgebildeten Arbeitskräften, der Innovationskraft, einer guten Verkehrsanbindung an Ost- und Westeuropa und von effizienten und nachhaltig agierenden staatlichen Strukturen abhängen“, sagte Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG.

Auch für Arbeiterkammer Direktor Werner Muhm ist es entscheidend, die richtigen Schrauben in der Wirtschafts-, Sozial- und Bildungspolitik zu drehen: „Eine gesellschaftliche Entwicklung, in der es hohe Jugendarbeitslosigkeit gibt, in der die Einkommen und Vermögen auseinander gehen, führt dazu, dass die Menschen die Fairness in der Gesellschaft vermissen“, meinte Muhm.

„Für Europa würde ich mir eine gemeinsame Vorgehensweise aller Mitgliedsländer wünschen, um stabile Rahmenbedingungen und Stimulationsprogramme für die Zukunft zu schaffen. Davon wird es abhängen, ob Europa wettbewerbsfähig bleibt und nachhaltig wieder auf einen Wachstumskurs zurückkehren kann“, so Scheuch.

Steuerpolitik im Fokus

Neben der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes, den vielen weichen Faktoren, die maßgeblich Einfluss auf das positive Image Österreichs nehmen, wurde die Steuerpolitik zum Mittelpunkt der Diskussionsrunde.

„Steuern führt man ein, oder schafft sie ab. Hier ist in der Politik Entscheidungsstärke gefragt“, argumentierte Andreas Treichl. „Die Sicherheit, dass eingeführte Steuern für 15 Jahre halten, muss ein Land vermitteln können, denn wenn immer wieder neue Steuern erfunden werden, kommen keine Investoren in unser Land.“

Zustimmung fanden auch die Aussagen von Muhm, der sich für einen Grundkonsens in der österreichischen Steuerpolitik aussprach: „Wichtig ist, faktenbasiert zu diskutieren“, so Muhm. Er selbst sprach sich dezidiert für die Wiedereinführung einer Erbschafts- und Schenkungssteuer aus.

Link: KMPG

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