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Österreichs größte private Auszeichnung für Forschung: Innsbrucker Physiker punkten beim Houskapreis 2013

Vorstände Wolfgang Hofer, Erich Hampel ©B&C Privatstiftung
Vorstände Wolfgang Hofer, Erich Hampel ©B&C Privatstiftung

Wien. Das Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik der Uni Innsbruck gewinnt mit einem Team unter Univ.-Prof. Armin Hansel Österreichs größten privaten Forschungspreis: den mit 120.000 Euro dotierten Houskapreis 2013.

Bei einer Gala wurden nun in Wien die Preisträger gefeiert. Unter den Gästen waren u.a. Peter Mitterbauer (Miba AG), Robert Ottel (voestalpine), Peter Koren (Industriellenvereinigung), Peter Skalicky (TU Wien) sowie Claus Raidl (Oesterreichische Nationalbank). 

Das Forschungsprojekt „PTR-TOF Spurengasanalytik“ der Universität Innsbruck punktete mit einem neuen Verfahren zur Untersuchung von flüchtigen organischen Verbindungen, auch bekannt als „Volatile Organic Compounds“ (VOCs), wie z. B. Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Aldehyde und organische Säuren.

Derartige Untersuchungen galten bisher als sehr zeit- und kostenintensiv, heißt es in einer Aussendung. VOCs tragen zur Aerosol- und Wolkenbildung bei und können somit einen kühlenden Einfluss auf das Klima haben. Das von der Universität Innsbruck entwickelte Verfahren liefere Resultate in Echtzeit und mit hoher Nachweiswahrscheinlichkeit. Das Team um Hansel hat in Zusammenarbeit mit der Firma Ionicon Analytik ein Messgerät für flüchtige organische Verbindungen entwickelt.

Den zweiten Platz belegte die Technische Universität Wien, gefolgt von der Johannes Kepler Universität Linz.

Schon 2,2 Mio. Euro vergeben

Der Houskapreis wird seit 2005 von der B&C Privatstiftung vergeben. Insgesamt wurden etwa 2,2 Millionen Euro in den vergangenen acht Jahren für wirtschaftsnahe Forschung ausgeschüttet, heißt es. Erich Hampel, Vorsitzender der B&C Privatstiftung und ehemals Chef der Bank Austria: „Die Universität Innsbruck stach aus einer Vielzahl an eingereichten Forschungsprojekten heraus und begeisterte die Jury mit einem einzigartigen Messsystem. Der Forschungsansatz ist höchst innovativ, die Anwendernutzbarkeit unumstritten.“

Die Keynote zur Veranstaltung hielt Immunologe Josef Penninger („Forschung in Österreich: Exzellenz oder Bedeutungslosigkeit – Wohin gehen wir?“): Er wies auf die Anforderungen an den Forschungsstandort Österreich hin und forderte Wirtschaft und Politik auf, die Grundlagen- und angewandte Forschung zu unterstützen.

Link: B&C Holding

 

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