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DLA Piper macht Arbeitsrechtsexperten Stephan Nitzl zum Partner, zwei andere scheiden aus

Stephan Nitzl ©DLA Piper
Stephan Nitzl ©DLA Piper

Wien. Die internationale Anwaltskanzlei DLA Piper Weiss-Tessbach hat Stephan Nitzl (36) zum Partner ernannt. Der Arbeitsrechts-Experte ist seit sechs Jahren in der Sozietät und seit einem Jahr Leiter der Wiener Employment-Praxis.

Gleichzeitig scheiden im Rahmen interner Umstrukturierungen die Partner Alexander Cizek und Wolfgang Freund aus. DLA Piper beschreite bereits seit einiger Zeit einen Weg der Optimierung in Wien, den „andere Kanzleien erst noch gehen müssen“, so Claudine Vartian, Chefin der Sozietät.

Mag. Stephan Nitzl berät laufend Klienten bei Betriebsübergängen, bei Restrukturierungen, beim Abschluss von Anstellungsverträgen, in Kündigungsfällen, den Verhandlungen von Betriebsvereinbarungen und Sozialplänen, heißt es in einer Aussendung der Kanzlei.

Zuletzt war er für zwei internationale Großunternehmen bei Akquisitionen von österreichischen Unternehmen und den damit verbundenen Betriebsübergängen im Einsatz. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit sei die Beratung bei Haftungsfragen des Managements von Unternehmen. „Mit seiner Ernennung beweisen wir erneut, dass sich DLA Piper nicht nur durch Lateral Hires bereits etablierter Branchenplayer kontinuierlich verstärkt, sondern auch erfolgreichen Junganwälten gute Chancen auf eine Partnerschaft bietet“, sagt Managing Partnerin Vartian.

„Laufende Optimierung“

Die Partnerernennung sei ein weiterer wichtiger Schritt der Kanzlei im Rahmen des laufenden internen Optimierungs- und Strukturierungsprozesses. In diesem Zusammenhang sei auch der Umstand zu betrachten, dass per 30. April 2013 zwei Partner die Kanzlei verlassen werden: IPT Partner Alexander Cizek werde fortan im Rahmen einer kleineren Struktur anwaltlich beraten und Wolfgang Freund aus dem Bereich Finance and Projects möchte sich zukünftig außerhalb der Kanzlei vollständig der Beratung eines einzigen Klienten widmen, heißt es weiter.

Partnerin Sabine Fehringer übernahm von Cizek die Führung der IPT Gruppe; im Bereich Finance and Projects bestehe für eine Nachbesetzung kein aktueller Bedarf, da diese Gruppe erst kürzlich mit dem Finanzrechtsexperten Attila K. Csongrady von Freshfields prominente Verstärkung auf Partnerebene erhalten habe.

„Unsere Kanzlei hat in den letzten drei Jahren stärker an ihren internen Strukturen gearbeitet als andere Kanzleien auf dem Wiener Markt. Das äußerte sich dann auch in einer im Vergleich zum Durchschnitt etwas erhöhten Rotation auf Partnerebene“ so Vartian, und weiter: „Dass der Rechtsmarkt international und auch in Österreich stärker in Bewegung ist als es noch vor ein paar Jahren der Fall war, gründet sich – vor allem bei internationalen Kanzleien – darauf, dass sich diese immer schneller an die aktuellen Marktbedingungen anpassen und daher grundsätzlich intensiver an internen Strukturen arbeiten, als etwa kleinere nationale Kanzleien.“

„Nicht alle wollen oder können“

Vartian weiter: „Nicht alle Anwälte wollen oder können das in diesem Tempo mittragen und entschließen sich daher, andere Wege zu gehen. Das ist auch völlig legitim.“

Im Rahmen der Optimierungsarbeit habe man seit Anfang 2010 sowohl die Anzahl der Wiener Partner als auch der Juristen am Standort insgesamt immer konstant gehalten (es sind den Angaben zufolge insgesamt 60 Juristen) und „uns gezielt in jenen Bereichen verstärkt, die unsere Mandanten verstärkt benötigen. Wir sind davon überzeugt, dass unser konsequenter Weg der Optimierung gut und notwendig ist, um langfristig erfolgreich am Markt bestehen zu können. Wir sind ebenso davon überzeugt, dass wir in diesem Punkt anderen Kanzleien in Wien bereits jenen kleinen Schritt voraus sind, den diese in den kommenden Jahren noch gehen müssen.“

Link: DLA Piper

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