Staatsrechtlerin Gabriele Kucsko-Stadlmayr wird Senatsvorsitzende der Uni Wien

29. Mai 2013   Bildung & Uni Personalia Recht
Gabriele Kucsko-Stadlmayer Credit Uni Wien
Gabriele Kucsko-Stadlmayer ©privat

Wien. Der Senat der Universität Wien hat Gabriele Kucsko-Stadlmayer zur neuen Vorsitzenden gewählt: Die Universitätsprofessorin für Staats- und Verwaltungsrecht tritt mit 1. Oktober 2013 die Nachfolge von Helmut Fuchs an.

Damit leitet erstmals eine Frau den Senat der größten Universität Österreichs. 

Ihre Stellvertreter sind Michaela Schaffhauser-Linzatti und Christian Albert, so eine Aussendung.

Univ.-Prof. Dr. Gabriele Kucsko-Stadlmayer ist Professorin für Staats- und Verwaltungsrecht und stv. Vorständin des Instituts für Staats- und Verwaltungsrecht. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Verfassungs- und Verwaltungsrecht, Menschenrechte, Gleichbehandlungsrecht, Öffentliches Dienstrecht und Universitätsrecht.

Neue Aufgaben

Seit 1995 ist Kucsko-Stadlmayer auch Ersatzmitglied des Verfassungsgerichtshofes, seit 2012 stv. Vorsitzende des Menschenrechtsbeirates in der Volksanwaltschaft. Von 2009-11 war sie stv. Vorsitzende des Senats der Universität Wien.

Als wichtigste Aufgabe der Universitätspolitik der kommenden Jahre bezeichnete Kucsko-Stadlmayer Studienplatzfinanzierung. „Gerade das jüngste OGH-Urteil zur Studienplatzgarantie zeigt, dass die finanziellen Mittel der Universitäten mit der Zahl der Studierenden, die von den Universitäten betreut werden, in Einklang gebracht werden müssen. Hier muss die Politik endlich Entscheidungskraft zeigen!“ Es werde Aufgabe der Senate sein, in der Hochschulkonferenz, aber auch in der Öffentlichkeit beharrlich auf eine Lösung zu drängen.

Eine der wichtigsten Anliegen in der nächsten Senatsperiode sei die Erneuerung der Lehramtsstudien. „Hier werden wir künftig mit den pädagogischen Hochschulen konkurrieren. Mein Ziel ist es, die Qualität der universitären Lehramtsstudien hoch zu halten. Es geht nicht nur um die Chancen junger Menschen auf Stellen als Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch um die Schulbildung unserer Kinder und Enkel. Beides werden wir nur durch ein möglichst hohes Niveau der PädagogInnenausbildung sicherstellen können“, betont die neue Vorsitzende. Jede Investition einer Gesellschaft in Bildung würde sich langfristig lohnen.

Link: Universität Wien

 

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