13. Sep 2013   Steuer

PwC: Die Staaten lassen ihre Steuerbürger immer öfter indirekt bluten

Christine Weinzierl PwC
Christine Weinzierl ©PwC

Wien. Der weltweite Trend zur Verlagerung von direkten zu indirekten Steuern hält an, so die Ergebnisse der PwC Studie „Shifting the balance from direct to indirect taxes: bringing new challenges”: Die Staaten setzen weltweit auf Einnahmensteigerung durch indirekte Besteuerung

Dieser Trend ist für Steuerbürger zumindest unerfreulich – und er bringt neue Herausforderungen für multinationale Unternehmen, so PwC. 

Weltweit versuchen Staaten, ihre Budgeteinnahmen durch indirekte Steuern zu erhöhen – und dieser Trend scheint anzuhalten, heißt es in ener Aussendung. Multinationale Unternehmen müssen ihr Tax Management neu ausrichten, so PwC.

Die weltweite Verbreitung der Mehrwertsteuer (VAT) oder der Goods and Services Taxes (GST) schreitet weiterhin rasch voran. Die Steuerregime unterliegen dabei einer ständigen Überprüfung – auch in jenen Staaten, die diese bereits eingeführt haben. In Indien und China sind grundlegende Reformen geplant, wobei das Regime in China schnell von einem Unternehmenssteuersystem zu einem vollwertigen Mehrwertsteuersystem entwickelt werden soll.

Die USA haben die Umsatzsteuer weiterhin auf der Agenda, jedoch wird in naher Zukunft keine Entscheidung erwartet. Auch Österreich steht im Bereich Umsatzsteuer vor Herausforderungen – die Zahl und die Frequenz der Umsatzsteuerprüfungen durch die österreichischen Steuerbehörden sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Außerdem werden die angeforderten Informationen und die im Rahmen dieser Prüfungen aufgeworfenen Themen zunehmend komplexer und spezifischer.

Zusätzliche Abgaben im Kommen

Zölle und Verbrauchsteuern sowie andere Handelsabgaben gewinnen ebenfalls an Bedeutung. Diese Kosten werden bisher nicht als Steuern im herkömmlichen Sinn verstanden, da sie in den Herstellungskosten untergehen, so PwC. Auch Umweltsteuern und -abgaben haben bislang nur geringe Bedeutung für Unternehmen. Doch ihre Bedeutung werde steigen.

„Eines ist klar: Wer sich nicht mit der Zusammensetzung seiner Steuerverbindlichkeiten auseinandersetzt, wird nicht die richtigen Systeme und Ressourcen haben, um seine Steuern effektiv zu managen. In diesem Zusammenhang werden auch die Steuerfunktionen sowie die Aufgaben der Finanz- und Beschaffungsabteilungen der Unternehmen neu zu definieren sein“, so Christine Weinzierl, Partner bei PwC Österreich.

Link: PwC

 

    Weitere Meldungen:

  1. SteuerExpress: Das Abgabenänderungsgesetz 2022, die BAO und mehr
  2. E-Autos in der Firma: Das sind jetzt die Steuervorteile
  3. Warum sich steuerfreie Essensgutscheine für Ihr Team lohnen
  4. Edenred im neuen Büro: „Wohlfühl-Standort punktet“