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Business, Personalia

Österreicher raus aus Siemens-Konzernvorstand: Nach Peter Löscher geht auch Brigitte Ederer

Heile Welt 2010: Josef Pröll, Brigitte Ederer, Peter Löscher, Michael Häupl ©Siemens
Heile Welt 2010: Josef Pröll, Brigitte Ederer, Peter Löscher, Michael Häupl ©Siemens

München/Wien. Nach Peter Löscher, Österreicher und Chef von Siemens, verlässt nun auch Brigitte Ederer die Kommandobrücke des Weltkonzerns – jedenfalls nach offiziell noch nicht bestätigten deutschen Medienberichten: Die ehemalige SPÖ-Staatssekretärin Ederer war seit knapp 13 Jahren bei Siemens, davon die letzten drei Jahre im Vorstand der Siemens AG in München.

Ederer (57) war ursprünglich 2010 von Löscher in den Konzernvorstand geholt worden, als dieser sein Umbau- und Sparprogramm für Siemens ausrollte. Unser Bild zeigt Ederer und Löscher in besseren Zeiten – mit prominenten Gästen aus der Politik bei der Eröffnung des neuen Standorts Siemens-City in Wien. Ederer war damals kurzzeitig noch Generaldirektorin von Siemens Österreich, ihre Beförderung in den Konzernvorstand stand aber schon bevor (Nachfolger bei Siemens Österreich: Wolfgang Hesoun).

Löscher selbst hatte im Sommer 2013 unerwartete Rückschläge verkünden und daraufhin als CEO von Siemens gehen müssen.

Brigitte Ederers Zuständigkeiten im Siemens-Vorstand sind Personal und Europageschäft; laut Süddeutscher Zeitung ist der Hintergrund ihres Ausscheidens ein Streit mit der Gewerkschaft (IG Metall); konkret soll Ederer auf Basis eines Rechtsgutachtens einen Betriebsrat bei Erreichen der Altersgrenze in die Pension habe schicken wollen, obwohl dieser gerne weiter aktiver Siemensianer geblieben wäre, so jedenfalls die Süddeutsche.

Update 18.9.2013: Ederers Ausscheiden aus dem Amt ist offiziell.

Link: Siemens

Link: Süddeutsche Zeitung

 

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