25. Sep 2013   Recht

Schönherr, RBI, Erste Group und UniCredit Bank Austria veröffentlichen Regelwerk für Restrukturierungen

Wolfgang Höller ©Schönherr
Wolfgang Höller ©Schönherr

Wien. Die außergerichtlichen Restrukturierungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit der österreichischen Banken bei Unternehmen in finanzieller Schieflage entscheidend ist, um Schaden von allen Beteiligten abzuwenden, heißt es bei der Sozietät Schönherr.

Die Kanzlei hat nun gemeinsam mit Raiffeisen Bank International (RBI), Erste Group und UniCredit Bank Austria ein Regelwerk für Restrukturierungen in Österreich entworfen.

Mit der Publikation „Grundsätze für Restrukturierungen in Österreich“ haben die vier Initiatoren, Gabriele Schiemer (RBI), Ralf Zeitlberger (Erste Group), Harald Brückl (UniCredit) und Wolfgang Höller (Schönherr), eine Handlungsempfehlung für die Zusammenarbeit bei außergerichtlichen Restrukturierungen erstellt.

Ziel ist es, die allgemeinen Prozesse bei Restrukturierungen zu verbessern und deren Effizienz für alle Beteiligte zu erhöhen, heißt es in einer Aussendung.

Die Publikation umfasst acht Grundsätze, die die Erfahrungen unterschiedlicher Experten zusammenfassen und auf internationale Vorbilder wie das „Statement of Principles“ der Insol International zurückgreifen. Darunter sind Empfehlungen für das Verhalten in einer ersten Standstill-Periode, für die Koordination der Gläubiger sowie für eine transparente Kommunikation zwischen Schuldner und Gläubigern.

Zwei Anhänge behandeln die spezielle Rolle von Warenkreditversicherern und Leasinggesellschaften.

„Vermeidet erhebliche negative Auswirkungen“ 

„Eine gelungene Sanierung schützt nicht nur die Banken und andere Gläubiger, sondern vermeidet auch erhebliche negative soziale und volkswirtschaftliche Auswirkungen. Daher ist es unserer Meinung nach essentiell, dass alle Beteiligte nach denselben Regeln spielen und ein gemeinsames Interesse verfolgen: die erfolgreiche Rettung eines sanierungsfähigen Unternehmens“, erklärt Wolfgang Höller, Autor der Grundsätze und Partner bei Schönherr.

Bei der Erstellung der Grundsätze wurden zahlreiche Leasinggesellschaften, Warenkreditversicherer und Unternehmensberater eingebunden, um das breite Spektrum der an einer Sanierung Beteiligten abzubilden.

Die Grundsätze zielen auf Restrukturierungen ab, an denen zumindest drei Banken beteiligt sind und ein Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro gegeben ist; sie seien grundsätzlich aber auch auf andere Fälle anwendbar.

Link: Schön­herr

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