17. Feb 2014   Business

Ex-Orange-Chef Michael Krammer kehrt zurück: Neustart mit eigener Handy-Firma

Trionow (Drei), Reichinger (RTR), Michael Krammer ©FMK / Dieter Nagl
Trionow (Drei), Reichinger (RTR), Michael Krammer
©FMK / Dieter Nagl

Wien. Michael Krammer, Ex-Chef des im Vorjahr von Drei übernommenen Anbieters Orange, tritt erneut in seiner Stammdisziplin an: Er startet in der zweiten Jahreshälfte 2014 mit einem eigenen Handy-Angebot.

Krammers Unternehmen ist ein sogenannter „virtueller Netzbetreiber“, mietet sich also in die Infrastruktur der bestehenden Anbieter ein statt eigene Masten zu errichten.

Branchenveteran Krammer war u.a. bereits Chef der Mobilfunkunternehmen tele.ring und E-Plus: Unser Foto zeigt ihn bei einer Podiumsdiskussion des Forums Mobilkommunikation gemeinsam mit Drei-Chef Jan Trionow und Kurt Reichinger von der Aufsicht RTR – in der Ära vor der Übernahme.

Laut derstandard.at gibt es für Krammers neuen Handy-Anbieter noch keinen fixen Markennamen.

Umwälzungen am Markt

Seit der sehr teuren Versteigerung der LTE-Handyfrequenzen um rund zwei Milliarden Euro sind die Preise am Markt stark gestiegen; ein weiterer Faktor dürfte der Kauf von Orange durch Drei selbst sein, der die Zahl der großen Anbieter von vier auf drei reduziert hat (A1, T-Mobile, Drei).

Marktbeobachter stufen die aktuelle Situation jedenfalls bereits teilweise als Abgang von der Ära der Kampfpreise in Österreich ein. Marktprofi Krammer wird im Standard damit zitiert, dass das aktuelle Umfeld für Neugründungen attraktiver geworden sei. Neben Krammer wollen auch der Kabel-TV-Riese UPC und das Wiener Unternehmen Mass Response als virtuelle Netzbetreiber starten.

Link: derstandard.at

 

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