27. Feb 2014   Business

Wienerberger-Chef Heimo Scheuch steigert Umsatz um 13%: Wohnungsbau in USA erholt, in Europa trüb

Heimo Scheuch © Wienerberger
Heimo Scheuch ©Wienerberger

Wien. Die Wienerberger AG, internationaler Baumaterialriese mit österreichischem Hauptquartier, hat im Geschäftsjahr 2013 den Umsatz deutlich um 13 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro gesteigert. Das operative EBITDA verbesserte sich um 9 % auf 266,5 Mio. Euro. Wienerberger-Chef Heimo Scheuch hat den Konzern damit weiter auf Kurs gebracht, die Dividende wird allerdings nicht erhöht; auch wurden 2013 immer noch leicht rote Zahlen geschrieben.

Die Umsatzzuwächse seien trotz eines anhaltend schwierigen Marktumfeldes erzielt worden, so Wienerberger:  Besonders das europäische Geschäft – es steht für rund 90 Prozent der Umsätze – war in der ersten Jahreshälfte von schlechter Witterung und im gesamten Jahr von schwacher Bautätigkeit geprägt. Die Zuwächse seien vor allem im Rohrgeschäft sowie dank der guten Entwicklung in Nordamerika erzielt worden. 2014 hofft Scheuch auf weitere Verbesserungen beim Wohnungsneubau in Europa und will mit Wienerberger endgültig schwarze Zahlen schreiben.

„2013 war ein erfolgreiches Jahr für die Wienerberger Gruppe“, so Scheuch im Ergebnisbericht; man habe die 2012 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen „planmäßig umgesetzt und durch finanzielle Disziplin sowie konsequentes Working Capital Management die Nettoverschuldung deutlich gesenkt. Damit lag die Entschuldungsdauer zu Jahresende bei zwei Jahren und somit klar unter unserem internen Ziel von weniger als zweieinhalb Jahren.“

Konkret wurde die Nettoverschuldung den Angaben zufolge um 10 % auf 539 Mio. Euro verringert.

Unterm Strich im Minus

Auch wenn im Geschäftsjahr 2013 unter dem Strich ein „kleiner Verlust von 8 Mio. Euro ausgewiesen“ wurde, so stelle der erwirtschaftete Free Cashflow von 93 Mio. Euro die Stärke des Geschäftsmodells unter Beweis, so Scheuch.

Für 2014 hat Scheuch sich weitere deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen und die Rückkehr in die Gewinnzone vorgenommen. Er erwarte sich ein operatives EBITDA von rund 300 Mio. Euro für 2014. „Insgesamt rechne ich mit einer Stabilisierung bis leichtem Wachstum im Wohnungsneubau in Europa und einer Fortsetzung des positiven Trends in den USA“, so Scheuch.

Die Division Nordamerika steht für weniger als 10 % des Konzernumsatzes, hat aber 2013 deutlich aufgezeigt: Dank einer fortgesetzten Erholung im amerikanischen Wohnungsneubau und Margenverbesserung dank konsequenten Kostenmanagements habe der Umsatz um 16 % auf 224,7 Mio. Euro und das operative EBITDA um 35 % auf 13,2 Mio. Euro zugelegt, so Wienerberger.

Link: Wienerberger

 

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