25. Mrz 2014   Bildung & Uni Recht

Uni Salzburg: Fairness, Fairplay – was ist das eigentlich? Fachbereiche von Recht bis Sport antworten

© Uni Salzburg/Scheinast
© Uni Salzburg/Scheinast

Salzburg. Die Begriffe Fairness und Fairplay erleben in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Konjunktur, heißt es bei der Universität Salzburg: Sie werden immer häufiger sowohl zum Thema politischer und medialer Diskurse, als auch zum Gegenstand wissenschaftlicher Auseinandersetzungen.

Eine Ringvorlesung zahlreicher Fachbereiche von Sportwissenschaft bis Recht versucht sich an Definitionsmöglichkeiten.

Von Fairness und Fairplay spricht man nicht nur im Sport, sondern auch in Wirtschaft und Politik. So wurden beispielsweise Regeln für das Financial Fair Play gefordert, um beim Fußball ökonomische Auswüchse zu verhindern. Und mit einer „Tax-Fairplay“ wollten amerikanische Demokraten mit der Einhebung von Steuern für Reiche für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen, heißt es in einer Aussendung der Uni. Die Fairness Stiftung GmbH schließlich veröffentlicht regelmäßig einen Fairness-Barometer, in dem es um faire Unternehmenspolitik oder Fairness und Unternehmenserfolg geht.

Interdisziplinäre Annäherung

Universitätsprofessor Minas Dimitriou (Interfakultärer Fachbereich für Sport- und Bewegungswissenschaft) veranstaltet gemeinsam mit Gottfried Schweiger (Zentrum für Ethik und Armutsforschung) die Ringvorlesung: Eine Besonderheit sei, dass jedem Vortragenden ein kritischer Kommentator zur Seite gestellt wird.

Durch dieses pro und contra soll das Publikum zu einem lebhaften Diskurs angeregt werden. Alle Vortragenden und Kommentatoren sind Experten der Universität Salzburg. Die Ringvorlesung wird in einem Sammelband veröffentlicht.

Bei dem Vortrag am 21. Mai 2014 sind sowohl der Vortragende wie der Kommentator von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät: Hannes Winner (Wirtschaftswissenschaft) spricht zu „Ökonomische Aspekte der steuerlichen (Um?)Verteilungsdiskussion“, der Kommentator ist Prof. Walter Pfeil (Arbeitsrecht)

Aus dem Programm:

  • 26.03.2014 Eva Jonas (Psychologie): „Fairness lohnt sich – Psychologische Facetten von Gerechtigkeit“. Kommentator: Harald Oberhofer (Wirtschaftswissenschaft)
  • 9.04.2014 Minas Dimitriou (Sportwissenschaft): „Zur gesellschaftlichen Relevanz von Sportevents: Sportfernsehrechte zwischen sozialer Fairness und Kommerz“ Kommentator: Rudolf Renger (Kommunikationswissenschaft)
  • 30.04.2014 Gottfried Schweiger / Helmut Gaisbauer /Clemens Sedmak (Philosophie): „Fairness als Grundlage einer Steuerethik?“ Kommentator: Franz Gmainer-Pranzl (Theologie)
  • 21.05.2014 Hannes Winner (Wirtschaftswissenschaft): „Ökonomische Aspekte der steuerlichen (Um?)Verteilungsdiskussion“ Kommentator: Walter Pfeil (Rechtswissenschaft)
  • 28.05.2014 Michael Breitenbach (Genetik) / Andreas M. Weiss (Theologie): „Stammzellen als Therapie der Zukunft und als Krankheitsmodelle in der medizinischen Forschung: Biomedizinische Möglichkeiten – Bioethische Bewertung“ Kommentatorin: Helga Embacher (Geschichte)
  • 11.06.2014 Christine Schmid (Erziehungswissenschaft): „Fairplay“ kann gelernt werden – Fairness aus pädagogischer Sicht“ Kommentator: Gottfried Schweiger (Philosophie)
  • 25.06.2014 Wolfgang Aschauer (Soziologie): „Fairplay im Ferntourismus“ Kommentator: Andreas Koch (Geographie)

Link: Uni Salzburg

 

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