25. Apr 2014   Business Personalia Steuer

Deloitte: Bei Wahlen der besten CEOs und CFOs Österreichs punkten die Krisengewinner

Marterbauer, Jobst, Tschuden, Ioveva, Mair, Zehetner, Wohlfahrt, Gillinger ©BE/Draper
Marterbauer, Jobst, Tschuden, Ioveva, Mair, Zehetner, Wohlfahrt, Gillinger ©BE/Draper

Wien. Beratungsunternehmen Deloitte lud in Kooperation mit dem Börse Express und dem CFO Club Austria zu den „CEO/CFO Awards des Jahres 2013“ ins Wiener mumok. Dabei sollten Österreichs CEOs und CFOs der börsenotierten Unternehmen die Besten aus ihrer Mitte wählen.

Dabei habe sich ein klarer Trend abgezeichnet: Diesmal gab es Stimmen vor allem für jene Führungskräfte, die ihre Unternehmen erfolgreich durch schwierige Zeiten steuern.

Die Awards wurden am 23. April 2014 in den drei Börse-Kategorien ATXPrime, mid bzw. standard market sowie bond market (Anleihen) vergeben.

Das Besondere sei, dass sich die Jury aus den CEOs und CFOs der zu wählenden Unternehmen zusammensetzt, heißt es in einer Aussendung. Die CEOs und CFOs wählen somit aus ihrer eigenen Mitte die Preisträger. Keynote Speaker war Raiffeisen Bank International-Vorstandsvorsitzender Karl Sevelda.

Die CEOs des Jahres 2013

Die Sieger in den jeweiligen Kategorien sind:

  • Eduard Zehetner (Immofinanz) im ATXPrime, der diesen Preis erstmals erhielt. 2010 wurde er als bester CFO des Jahres ausgezeichnet ebenso wie 2006 – damals noch für die RHI. Eduard Zehetner ist somit der einzige Manager, der bisher den Sieg in beiden Kategorien des CEO/CFO-Awards erringen konnte.
  • Karl-Heinz Strauss (Porr) für mid bzw. standard market, der gleich bei seinem erstmöglichen Antritt reüssierte
  • Franz Wohlfahrt (Novomatic) für den bond market – ebenfalls ein Premierensieger.

„Gerade in der Glücksspielbranche zählen unternehmerische Sorgfalt und wirtschaftlicher Weitblick nicht zum Alltag. Umso mehr ist die Leistung von Franz Wohlfahrt hervorzuheben, der das Unternehmen zu einem der führenden Automatenhersteller der Welt weiterentwickelt hat“, so eine der Begründungen der Jury.

Mit dem „Fit for the Future“-Programm sei es Karl-Heinz Strauss nicht nur gelungen, den Baukonzern Porr neu auszurichten, sondern auch Einsparungspotenziale erfolgreich zu nutzen. Weiters würdige man das wirtschaftlich und sozial korrekte Agieren während der jüngsten Krisensituation in der Baubranche.

Eduard Zehetner wiederum sei es gelungen, die Immofinanz aus einer schweren Krise zu führen und wieder zu einem profitablen Unternehmen zu machen. „Über 1300 Prozent an Wertzuwachs in knapp fünf Jahren sind eine beachtliche Leistung. Der angekündigte Spin-off der Buwog tut dem ganzen österreichischen Kapitalmarkt sehr gut“, lautet die Einschätzung der Jury.

CFOs des Jahres 2013

  • CFO des Jahres im ATXPrime-Bereich wurde Hans Tschuden (Telekom Austria), der seit 2007 bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, so mit Platz 2 (2006) und Platz 3 (2009 sowie 2012). Ihm bescheinigt die Jury „einen langen Atem in einer Branche, die wie keine andere von Preisdruck und dem regulatorischen Umfeld gekennzeichnet ist, in der Hans Tschuden aber stets sachlich sowie lösungsorientiert agierte und es somit geschafft hat, immer günstigere Refinanzierungsstrukturen auf die Beine zu stellen.“
  • Christian Maier (Porr) – Sieger in der Kategorie mid bzw. standard market – kam die erfolgreiche Neupositionierung des Baukonzerns am Kapitalmarkt zugute, was darin gipfelte, dass es der Porr gelang, trotz der Verunsicherung in der Branche eine Anleihe am Markt zu platzieren, heißt es lobend in der Aussendung.
  • Den Kategorie-Sieg im bond market holte sich Thomas Leissing (Egger Holzwerkstoffe) und heimste damit bereits zum dritten Mal den Preis für nicht mit Aktien notierte Anleiheemittenten ein.

„Die Begründungen der Jurymitglieder stellen auch – abgesehen von rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten – Führungsqualitäten in Zeiten der Wirtschaftskrise und in einem herausfordernden Umfeld unter Beweis“, so Deloitte Managing Partner Bernhard Gröhs.

Link: Deloitte

 

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