04. Jun 2014   Business

Coface: Risiken bleiben in der Metall-, Automobil- und Baubranche weiterhin hoch

Wien. Während die Rezession in Westeuropa dem Ende nahe scheint, können noch keine gravierenden Verbesserungen der Branchenrisiken bemerkt werden, so eine aktuelle Studie des Kreditversicherers Coface.

Im ersten Quartal 2014 blieben die Risiken besonders in der Metall-, Automobil- und Baubranche hoch. Die Baubranche erlebe in Europa einen Rückgang an Aufträgen (-10 Prozent im Vergleich zu Jänner 2013) bei gleichzeitig sinkenden Preisen.

Abgesehen von Deutschland und Dänemark, wo es eine leichte Erholung gibt, leidet die Branche sehr unter dem Rückgang der Bauanträge in Südeuropa, Frankreich und Großbritannien, heißt es in einer Aussendung.

Positive Entwicklung in Nordamerika

Die nordamerikanische Wirtschaft entwickle sich gut. Die Unternehmen weisen anhaltend verbesserte Ergebnisse aus. Die Finanzlage stabilisiere sich sukzessive und damit auch die Branchenbewertungen. Die meisten Branchen verzeichnen ein „mittleres Risiko“.

Dies betrifft den Maschinenbau und den Automobilsektor. Der Maschinenbau profitiere von der steigenden Investitionsbereitschaft und kann seine Rentabilität steigern. Automobil sei finanziell solide aufgestellt.

Ebenfalls stabil sollen die Risiken in der Textil- und Bekleidungsbranche sein. Insgesamt werden im laufenden Jahr 6.000 neue Arbeitsplätze geschaffen und über vier Milliarden Dollar investiert.

Asiatische Schwellenländer

Anders als in Westeuropa und Nordamerika, wo sich das Risiko allmählich stabilisiert, geben die asiatischen Schwellenländer Anlass zu Sorge. Die verlangsamte Wirtschaftsdynamik Chinas weise auf strukturelle Schwierigkeiten hin, die die Rentabilität der Unternehmen beeinträchtige. Besonders Branchen mit Überkapazitäten sollen vor großen Restrukturierungsherausforderungen stehen.

Dies gelte insbesondere für die Metallindustrie, in der die Umstrukturierung der Unternehmen vom permanenten Anstieg der Risiken begleitet werde. Wie die Coface-Studie zeigt, beklagten im vergangenen Jahr 80 Prozent der Unternehmen in China Zahlungsverzögerungen.

Link: Coface

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