26. Jun 2014   Recht Tipps

ÖAMTC: Ab 1. Juli neue Lkw-Fahrverbote in Wien und Niederösterreich

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Wien/St. Pölten. Mit 1. Juli 2014 treten in Wien und Teilen Niederösterreichs neue Fahrverbote in Kraft, die im Wesentlichen für Lkw gelten. Ziel ist die Reduktion von Luftschadstoffen.

Die Fahrverbote gelten für Fahrzeuge der Abgasklasse „Euro 1“ und schlechter. Betroffen sind alle Fahrzeuge der Klasse N, unabhängig vom Fahrzeuggewicht – also beispielsweise Kleintransporter oder Geländewagen, sofern sie als Lkw bzw. Sattelzug- und in Wien auch als Sattelkraftfahrzeuge zugelassen sind.

„Ausnahmen gibt es unter anderem für Einsatzfahrzeuge, Fahrzeuge des öffentlichen Dienstes, land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge und historische Fahrzeuge“, erklärt ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried. Ausnahmebewilligungen werden in Niederösterreich vom Amt der Landesregierung und in Wien von der MA 46 ausgestellt, heißt es in einer Aussendung.

Neben ganz Wien umfassen die Fahrverbote das „Sanierungsgebiet Wiener Umland“: Dazu zählen Gemeinden in den Bezirken Bruck an der Leitha, Gänserndorf, Korneuburg, Mödling und Wien-Umgebung.

Weitere Änderungen ab 2015 und 2016

„Die Fahrverbote, die ab 1. Juli 2014 gelten, sind jedoch nur ein erster Schritt“, betont Authried. „Denn ab 1. Jänner 2015 müssen sämtliche betroffenen Fahrzeuge, die, unabhängig von ihrer Herkunft, in Wien unterwegs sind, mit einer Abgas-Kennzeichnungsplakette ausgestattet sein.“

Die Kennzeichnung wird für neue Fahrzeuge durch den Hersteller durchgeführt. Bereits zugelassene Lkw erhalten die Plakette in Werkstätten, die zu § 57a-Überprüfungen berechtigt sind bzw. beim ÖAMTC.

„Die nächste Phase zur Luft-Schadstoffreduktion erfolgt am 1. Jänner 2016“, so Authried. „Ab dann wird in Wien und Teilen Niederösterreichs das Fahrverbot auf die Abgasklasse Euro 2 ausgeweitet.“

Link: ÖAMTC

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