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Recht, Tipps

Handy-Roaming in der EU seit 1. Juli 2014 billiger: EU senkt Gebühren beim Internet besonders stark

©ejn
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Brüssel. Ab heute gelten innerhalb der Europäischen Union neue Obergrenzen für Tarife beim Handy-Roaming: Telefoniert ein Verbraucher im EU-Ausland, so sind die Aufschläge dafür deutlich tiefer bisher.

So kostet ein Anruf aus dem europäischen Ausland ab 1. Juli 2014 höchstens 19 statt wie bisher 24 Cent pro Minute; dazu kommt allerdings noch die Mehrwertsteuer. Eingehende Anrufe sind mit maximal 5 statt 7 Cent pro Minute zu verrechnen, der SMS-Versand mit 6 statt 8 Cent pro Stück. Internet-Surfen und sonstige Datenverbindungen im Ausland sorgten früher häufig für schmerzhafte Überraschungen auf der Telefonrechnung. Hier senkt die EU besonders deutlich.

Konkret dürfen es nun 20 statt 45 Cent pro Megabyte übertragenem Datenvolumen sein.

Laut Österreichs Kommunikations-Aufsichtsbehörde RTR gelten dabei folgende Detailbestimmungen:

  • Passive Telefonate sind sekundengenau abzurechnen. Bei aktiven Telefonaten darf eine anfängliche Mindestabrechnungsdauer von max. 30 Sekunden erfolgen, danach ebenfalls sekundengenau.
  • Datenroaming ist kilobytegenau abzurechnen.
  • Für den Empfang einer Voice-Mail-Roamingnachricht (Sprachbox-Nachricht) dürfen die Anbieter innerhalb der EU kein Entgelt verrechnen, jedoch dürfen andere Entgelte, wie zB für das Abhören der Sprachbox verrechnet werden.

Die von der EU verordneten Obergrenzen sinken damit zum achten Mal seit dem Jahr 2007; früher machten die Handynetz-Betreiber jährlich bis zu 5 Milliarden Euro Umsatz mit den Roaming-Entgelten. Ab 15. Dezember 2015 soll es dann gar keine Roaming-Aufschläge innerhalb der EU mehr geben, so die zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes.

Link: EU-Kommissarin Neelie Kroes

Link: RTR

 

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