13. Aug 2014   Business

Jede dritte Pleite trifft Jungunternehmer, so KSV1870: Erholung an der Insolvenzfront lässt Gründer aus

Wien. Die Zahl der Unternehmensgründungen (Neuprotokollierungen und Einzelunternehmen) ist in Österreich zuletzt um 3,7 Prozent auf 36.946 gestiegen. Doch die ersten Lebensjahre eines Unternehmens sind kein Zuckerschlecken: Von den 5.459 Pleiten im Jahr 2013 gehen 32,4 Prozent auf das Konto von Jungunternehmern, die die ersten Bestandsjahre nicht überlebt haben, so der KSV1870.

Das sei zwar ein Minus von 1,8 Prozent im Vergleich zu 2012, doch die Verbesserung ist höchst relativ – denn insgesamt ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen 2013 um 10 % gesunken.

Im ersten, zweiten und dritten Jahr nach der Gründung ist die Insolvenzgefahr für Neo-Unternehmer ungebrochen am größten, heißt es in einer Aussendung. In den darauf folgenden Jahren verringere sich das Risiko aber rapide. „Sind die harten Jahre am Start überstanden, dann haben die Gründer gute Chancen, sich mit ihrem Unternehmen längerfristig am Markt halten zu können. Einer soliden Vorbereitung auf die Unternehmertätigkeit kommt vor diesem Hintergrund höchste Bedeutung zu und sie verbessert die Überlebenschancen signifikant“, so Johannes Nejedlik, Vorstand der KSV1870 Holding AG.

Mehr Gründungen

Die Zahl der Gründungen ist 2013 – nach rückläufigen bzw. stagnierenden Werten 2011 und 2012 – um 3,7 Prozent auf 36.946 gestiegen. Das Plus sei zurückzuführen auf ein Wachstum bei den Neuprotokollierungen (378), wobei der Löwenanteil von 930 neuen Unternehmen auf die Einzelunternehmer entfällt. Für viele Jungunternehmer macht die Gründung eines protokollierten Unternehmens keinen Sinn, da sich diese Rechtsformen in der Regel erst nach Erreichen einer gewissen Umsatzgrenze rentieren, so der KSV.

Was es so schwer macht

Nejedlik über die Gründe des Scheiterns bei JungunternehmerInnen: „Immer wieder fehlt es an soliden Businessplänen und die Anfangskosten werden unterschätzt. Durststrecken sind dann nicht in ausreichendem Maße eingeplant und können nicht oder nur mit viel Bauchweh überbrückt werden.“

Auch kaufmännisches Wissen sei immer wieder Mangelware, was sich negativ auf die Kalkulation auswirkt. „Für die erste Steuervorschreibung fehlt es schnell an den nötigen Rückstellungen und die Beiträge für die Sozialversicherung sind auch kein Pappenstiel.“ Der KSV1870 biete ein Starterpaket für Jungunternehmer und berate gerne auch persönlich.

Link: KSV1870

 

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