Fallstricke für Stiftungsvorstände: Versicherungsmakler Koban Soldora preist D&O-Polizze an

01. Okt 2014   Bildung & Uni Business Recht
Georg Aichinger ©Markus Bacher / Koban Soldora
Georg Aichinger ©Markus Bacher / Koban Soldora

Wien. Tausende Österreicher vertrauen auf die Institution Privatstiftung, um Geld anzulegen bzw. es zu vermehren – privat wie geschäftlich.

Steuerlich gesehen sei die Gründung zwar für viele Stifter ein gutes Geschäft, doch dem persönlich haftenden Stiftungsvorstand kann seine Amtsführung manchmal teuer zu stehen kommen, meint Georg Aichinger, Geschäftsführer des Versicherungsmaklers Koban Soldora.

Koban Soldora ist ein Tochterunternehmen der Koban Südvers Group. Man möchte den Stiftungsvorständen eine entsprechend ausgestaltete D&O-Versicherung ans Herz legen. Praktische Informationen für Stiftungsvorstände gibt es auch im „Praxishandbuch Stiftungsmanagement“ (Verlag Österreich), bei dem Aichinger zu den Autoren zählt.

Streit um Schäden am Vermögen

Bei Verlusten im Zusammenhang mit Veranlagungen oder Fehlentscheidungen, die das Stiftungsvermögen schmälern, werde rasch nach einem Schuldigen gesucht und in der Person des Stiftungsvorstands auch gefunden, heißt es in einer Aussendung. Oftmals seien es zu schnell oder ohne ausreichende Faktenlage gefällte Entscheidungen, die bei den jeweiligen Entscheidungsträgern eine persönliche Verantwortung nach sich ziehen.

Eine Berufshaftpflichtversicherung für Anwälte oder Steuerberater biete in der Regel keinen Schutz: Insbesondere dann, wenn der Sorgfaltsverstoß nicht auf die Beratungstätigkeit (als Anwalt oder Steuerberater), sondern die Organfunktion zurückzuführen ist. Die Zuordnung des Fehlverhaltens stelle in der Praxis keine leichte Übung dar, ein Wiedersehen vor Gericht sei keine Seltenheit.

Ein Vertrauensverhältnis

Ein zweiter – oft unterschätzter Aspekt – ergebe sich aus dem Vertrauensverhältnis der Stiftungsvorstände untereinander und aus jenem zum Stifter. Werde beispielsweise auf Wunsch des Begünstigten eine Entscheidung getroffen, für die es weder eine ausreichende Grundlage noch eine zwingende Notwendigkeit gegeben hat, bleibe eine allfällige spätere Haftung neuerlich beim Vorstand hängen. „Das Einbinden des gewohnten Netzwerkes ist gerade bei Stiftungen sehr weit verbreitet. Wenn es dann aber drauf ankommt, ist es meist vorbei mit der Freundschaft“, meint Aichinger.

„Besonderes Augenmerk sollte auf die Dauer der Nachhaftung gelegt werden“, so Aichinger. Eine Klage, und damit der Versicherungsfall, könne nämlich noch Jahre nach Zurücklegung der Vorstandstätigkeit blühen. Die meisten D&O-Versicherungen bieten sozusagen kein >Rundum-Sorglos-Paket<, heißt es weiter. Maximal 10 Prozent der Vorstände österreichischer Privatstiftungen seien ausreichend versichert.

Koban Südvers Group Austria ist nach eigenen Angaben Österreichs viertgrößte Versicherungsmaklergruppe. Koban Soldora wurde 2011 gegründet und ist auf die Versicherungsbedürfnisse von Anwälten und Unternehmensleitern spezialisiert.

Link: Koban solDORA

 

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