07. Okt 2014   Business

KPMG ortet mehr Mut bei Immobilien-Finanzierungen, warnt aber vor Ukraine-Effekt

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Berlin/Moskau/Wien. Die KPMG macht den Banken Mut: Klare Anzeichen der Besserung im Immobilienkreditgeschäft zeigen demnach die Ergebnisse des „Property Lending Barometer 2014“, das jährlich die Stimmung bei Bankenvertretern in Osteuropa, Russland und auf den westeuropäischen Märkten in Österreich, Deutschland, Schweden und Großbritannien miteinander vergleiche.

Ein Risikofaktor sei nun allerdings die Situation in der Ukraine.

Der Aufschwung im Immobilienkreditgeschäft werde besonders anhand des erhöhten Transaktionsvolumens deutlich. Dieses zeigte in einigen Ländern den höchsten Wert seit 2007 – und somit vor der Wirtschaftskrise – auf. Im ersten Halbjahr 2014 kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg von 25 Prozent des europäischen Handelsvolumens, so die KPMG.

„Einige Länder konnten im Vergleich zum Vorjahr ein BIP-Wachstum verzeichnen. Daher herrscht bei vielen Banken in Europa Optimismus. Erkennen lässt sich dies durch die höhere Verfügbarkeit von Finanzierungsmöglichkeiten sowie angepassten Kreditauflagen. Zusätzlich haben alternative Kreditgeber zu mehr Wettbewerb und niedrigeren Kreditmargen geführt“, erklärt Klaus Mittermair, Partner bei KPMG Österreich.

Ganz leichter Anstieg

Auch für Österreich zeigen die Ergebnisse der KPMG-Studie eine positive Entwicklung. Lag das Transaktionsvolumen im Jahr 2012 noch bei EUR 1,65 Milliarden, stieg es im Folgejahr auf EUR 1,7 Milliarden an (das ist allerdings nur ein Plus von 3%, Anm. d. Red.). Auch für 2014 rechnen die Banken mit einem erneuten Aufschwung. Bei den Immobilieninvestoren handele es sich in erster Linie um österreichische und deutsche Staatsbürger.

Österreichs Immobilienmarkt wird nicht nur als stabil angesehen, sondern blickt laut KPMG auch in eine positive Zukunft. Die befragten österreichischen Banken sehen das Geschäftsfeld Immobilienfinanzierung als strategisch wichtig an und zeigten sich – im Vergleich zu anderen Ländern – besonders aufgeschlossen für die Finanzierung von Projekten. Die meisten rechnen mit einer Steigerung ihres Kreditvolumens, lediglich ein Drittel erwartet keinerlei Änderungen. Auch dies sei ein Anzeichen für eine mögliche Erweiterung des Kreditmarktes.

Ein Weckruf?

Europas Banken bevorzugen klar die Finanzierung von Projekten in höher entwickelten Märkten wie Österreich, Deutschland, Schweden oder Großbritannien. Für die Länder in Mittel- und Osteuropa könnten die positiven Entwicklungen im Westen ein Weckruf sein. Einige Banken in dieser Region, insbesondere in Bulgarien, Rumänien und der Slowakei, seien wenig optimistisch hinsichtlich Kreditfinanzierung von Immobilien.

„Trotz dieser positiven Prognosen können sich die derzeitigen geopolitischen Krisen in verschiedenen Regionen negativ auf den Immobilienmarkt auswirken“, gibt Erich Thewanger, Partner bei KPMG Österreich, zu bedenken „In der Gesamtbilanz ist das Wachstum auf einem guten Vormarsch, aber der ukrainische Konflikt könnte den Fortschritt behindern.“

Link: KPMG

 

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