06. Nov 2014   Business Recht

Siemens verkauft Hörgeräte-Sparte um 2,15 Milliarden Euro an EQT: Hengeler, Freshfields beraten

München. Der Siemens-Konzern verkauft sein Hörgerätegeschäft an den schwedischen Investor EQT und die deutsche Unternehmerfamilie Strüngmann als Co-Investor: Angesichts ihres Offerts in Höhe von 2,15 Milliarden Euro habe man sich für den Verkauf anstelle des ursprünglich angedachten Börsengangs entschieden.

Siemens wird sich über Vorzugskapital mit 200 Millionen Euro am Eigenkapital des Hörgerätegeschäfts beteiligen und damit an künftigen Geschäftserfolgen partizipieren. Weiterhin erhält Siemens einen Besserungsschein mit einer Auszahlung in Abhängigkeit künftiger Wertsteigerung, heißt es in einer Aussendung der deutschen Wirtschaftskanzlei Hengeler Mueller, die den Industrieriesen bei der Transaktion berät. Käufer EQT hat bei dem Deal Freshfields Bruckhaus Deringer zur Seite.

Die weltweit präsente Siemens-Audiologie erzielte im Geschäftsjahr 2014 mit mehr als 5.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 693 Millionen Euro und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Wertminderungen (EBITDA) von 145 Millionen Euro, so eine Aussendung.

Die Teams

Bei Hengeler Mueller tätig waren die Partner Hans-Jörg Ziegenhain und Daniel Wiegand (beide Federführung, München) sowie zahlreiche weitere Experten. Das Freshfields-Team für EQT umfasst Ludwig Leyendecker, Kai Hasselbach, Peter Simon, André Klüsener, Felix Ebbinghaus, Martin Fröhlich, Maike Pröhl, Philip Denninger, Anastasios Moraitis (alle M&A/Gesellschaftsrecht) u.v.m.

Das Siemens Inhouse Team bestand aus Sabine Kalbitz, Christian Bindl (beide Projektleitung), Christian Bleiweiss, Lars Münch u.a. Die Transaktion bedarf noch der Genehmigung durch die Kartellbehörden.

Link: Hengeler Mueller

Link: Freshfields

 

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