21. Nov 2014   Bildung & Uni Personalia Recht

Karriere-Chancen für Juristen 2014: Lansky mag öffentliches Recht, Ostsprachen, interessante Typen

Gabriel Lansky ©Roman Zach-Kiesling
Gabriel Lansky ©Roman Zach-Kiesling

Wien. Die Chancen von JuristInnen bzw. (angehenden) AnwältInnen auf Job und Karriere bei Österreichs Wirtschaftskanzleien sind Thema unserer aktuellen Serie: Heute beschreibt Gabriel Lansky, Gründer und Partner der Wiener Kanzlei Lansky, Ganzger & Partner (LGP), die Aussichten in der Sozietät – und seine Eindrücke von den Entwicklungen am Arbeitsmarkt generell.

Lanskys Statements fallen deutlich knapper aus als die seiner Kollegen aus den anderen Kanzleien. Doch wie heißt es so schön: In der Kürze liegt die Würze.

Recht.Extrajournal.Net: Wel­che juris­ti­schen Spe­zia­li­sie­run­gen sind aus Ihrer Sicht derzeit am juristischen Arbeits­markt, insbesondere bei den Wirtschaftskanzleien beson­ders gefragt?

Gabriel Lansky: Was unsere Kanzlei betrifft achten wir auf Spezialisten mit Sprachkompetenz und einem interessanten Lebenslauf.

Welche juristischen Spezialisierungen werden voraussichtlich in den nächsten 5 Jahren, in den nächsten 10 Jahren besonders gefragt sein?

Lansky: Wir gehen von einer Nachfrage nach Experten für Compliance, Corporate, Wirtschaftsstrafrecht sowie nach Datenschutzexperten aus.

Welche Spezialisierungen sucht Ihre Kanzlei gerade besonders? Welche Eigenschaften müssen Ihre Nachwuchskräfte haben?

Lansky: Derzeit liegt der Fokus auf dem öffentlichen Recht. Ostsprachen und interdisziplinäres Denken sind uns weiterhin wichtig.

Wie werben Sie um den Nachwuchs, und wie wählen Sie dann unter den oft zahlreichen Bewerbern aus?

Lansky: Aufgrund unserer Positionierung sind wir in der glücklichen Lage, dass sich bestqualifizierte Kandidaten initiativ bei uns bewerben.

Die juristische Ausbildung ist in den letzten Jahren vielfältiger geworden. Zum klassischen Jusstudium sind u.a. das Studium Wirtschaftsrecht der WU hinzugekommen wie auch eine immer größere Anzahl von Postgraduate-Studien. Dazu kommen klassische Wege der Höherqualifizierung, etwa das Doktoratsstudium / PhD. Stellen Sie bei den BewerberInnen, bei Ihren eigenen MItarbeitern fest dass diese Ausbildungen jetzt stärker verbreitet sind? Welche sind Ihnen dabei wichtig, welche bringen der Kanzlei Vorteile?

Lansky: Unter unseren studentischen Mitarbeitern befinden sich bereits sehr viele Wirtschaftsrechts-Studierende. Aus unserer Sicht steht das LL.M. bei der Weiterbildung höher im Kurs als das Doktoratsstudium.

Wie viele Mitarbeiter hat die Kanzlei derzeit insgesamt, wie viele juristische Mitarbeiter, Anwälte, Partner?

Wir haben international ca. 140 Mitarbeiter. In Wien sind es über 50 Anwälte, Konzipienten und juristische Mitarbeiter.

Wie viele Mitarbeiter haben Sie in den letzten 12 Monaten aufgenommen?

Lansky: Wir haben unser Anwaltsteam vor allem intern erweitert. Bei Abgängen haben wir extern besetzt.

Wie viele Mitarbeiter sollen auf Sicht der nächsten 12 Monate aufgenommen werden?

Lansky: Das lässt sich vom heutigen Standpunkt nicht sagen.

 Dr. Gabriel Lansky ist Rechtsanwalt und Partner bei der LANSKY, GANZGER + partner Rechtsanwälte GmbH in Wien.

Link: LGP

 

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