09. Dez 2014   Business Recht Steuer

LeitnerLeitner lud zur Crowdfunding-Diskussion: Experten hatten bloß zwei Minuten

Wien. StartupLeitner – eine Initiative des Beratungsunternehmens LeitnerLeitner – und das Online-Portal Conda luden zu einer Diskussion ins C3 Convention Center in Wien. Startups, Investoren, Juristen, Mentoren, Finanzexperten und Gäste durchleuchteten gemeinsam verschiedene Aspekte des Crowdfunding. Die Vortragenden präsentierten dabei ihre Statements in zwei Minuten – also jenem Zeitraum, in dem sonst Startups pitchen, wie es heißt.

Unternehmer Norbert Zimmermann (Berndorf AG) sieht Crowdinvesting als Kind der Entwicklung nach der Finanzkrise, für das die Spielregeln noch geändert werden müssen. Daran arbeitet auch die Plattform Conda, die seit 2013 existiert und den Angaben zufolge durch die Finanzmarktaufsicht geprüft wurde. Mittlerweile wurden für neun Projekte insgesamt mehr als eine Million Euro eingesammelt. Derzeit können bei Conda pro Person 100 bis 3.000 Euro investiert werden – mehr ist nach einem Informationsgespräch mit Conda möglich, heißt es.

Nach Abschluss der Investition würden Investoren mindestens quartalsweise informiert. Das pro Unternehmen maximal mögliche Volument betrage 250.000 Euro pro Jahr. Von den 10.000 auf der Plattform registrierten Nutzern seien 1.300 aktive Investoren, mehr als 30% investierten bisher in mehr als ein Projekt. In der Praxis zeige sich, dass Crowdinvesting über die Finanzierung hinaus wertvolle Kontakte zu zukünftigen Kunden und Partnern bringe.

Juristische und steuerliche Aspekte

Rechtsanwalt Keyvan Rastegar von RPCK Rastegar Panchal zeigte auf, dass die gesetzliche Klarstellung aussteht und derzeit in drei Ministerien hänge. Plattformen für Crowdinvesting müssten spezifiziert und in einen klaren Rechtsraum gehoben werden, um für Unternehmen, Anleger und Plattformen Klarheit zu schaffen, heißt es weiter.

„Die Ausgestaltung dieses Finanzierungsinstrumentes hat Auswirkungen auf Fortbestehungsmaßnahmen, Bilanz und Rating bei den Banken“, hebt Franz Haimerl von StartupLeitner die steuerliche Seite hervor. Die Steuersätze seien von der Ausgestaltung der Finanzierung abhängig und lassen somit Spielraum für Optimierung.

Link: LeitnerLeitner

 

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