13. Jan 2015   Business

Österreichs Unternehmen bei weltgrößter Consumer-Messe CES: Stark auf ihrem Gebiet

Chicacgo. Dieses Wochenende ging die weltgrößte Konsumgüterelektronikmesse CES in den USA zu Ende: Sie war in ihrer jahrzehntelangen Geschichte schon Schauplatz branchenbewegender Produktvorstellungen, vom VHS-Videorecorder 1970 bis zur DVD. Heuer waren  österreichischen Unternehmen wie ams, runtastic und tractive mit Innovationen vor Ort – als Player in ihren Marktnischen, die oft gar nicht klein sind. „CES 2015 ist eine Messe der Superlative: Eine Ausstellungsfläche in der Größe von 26 Fußballfeldern, über 3.600 Aussteller, 20.000 Neuheiten und 150.000 Besucher“, so Rudolf Thaler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Los Angeles. 

Startups seien innovative Treiber der Branche und werden zunehmend in die CES integriert. Im Startup Pavillon waren heuer über 300 Unternehmen, um die Hälfte mehr als im Vorjahr.

Die Konsumgüterelektronikindustrie ist weltweit ein Billionenbusiness. In den USA wurden vergangenes Jahr 216 Mrd. USD umgesetzt, 2015 soll der Umsatz um 3% steigen. Thaler: „Die CES ist ein Muss für jeden, der sich in der Branche rasch einen Überblick über Trends verschaffen möchte.“

Die globale Bühne zur Vorstellung ihrer Neuheiten nutzten u.a. die österreichischen Unternehmen ams, runtastic und tractive. Die Kristalle des Wattener Glitzerspezialisten Swarovski waren bei Smartphones von Samsung und LG OLED Fernsehgeräten im Einsatz.

Die Player

runtastic avancierte zur weltweit erfolgreichsten Fitness App und erreichte bei Messebeginn über 110 Mio. Downloads und 50 Mio. registrierte Anwender. Auf der CES zeigte runtastic in einer Live-Demo, wie Fitness der Zukunft aussehen könnte: Mit einer neuen Virtual Reality Brille – Oculus Rift – können im Wohnzimmer virtuelle Workouts simuliert werden.

tractive stellt den kleinsten und leichtesten GPS Tracker für Haustiere vor, der beispielsweise Auskunft darüber gebe, wie viel sich die Katze bewegt und schläft. Die CES Teilnahme nützte das Paschinger Unternehmen für den Aufbau eines Vertriebssystems.

ams AG ist ein starker Player im Wachstumssegment der Hochleistungssensoren. Vorgestellt wurde eine breite Palette von Sensoren, so z.B. Proximity-Sensoren, die in Smartphones zum Einsatz kommen und die Lichtstärke des Displays regulieren. Im automotiven Bereich liefern ams-Sensoren ein Abbild der Umwelt, die bei Steuerungstechnologien moderner Autos zum Einsatz kommen. Mit Gestenerkennung können Bildschirme gesteuert werden, ohne sie zu berühren. Farbsensoren geben Farben möglichst getreu dem menschlichen Auge wider, u.v.m.

Die Trends

Die CES wurde von ams genutzt, um ausgesuchten Kunden die neuesten Innovationen vorzustellen, heißt es in einer Aussendung der Wirtschaftskammer.

Generell ortet man den anhaltenden Trend zur Digitalisierung – heuer etwa stark in der Automobilbranche – die in Form weiterer Vernetzung auch bei der CES 2016 im Mittelpunkt stehen werde: Alle Lebensbereiche werden von der Digitalisierung erfasst, von Lifestyle, Home, Fitness bis Gesundheit, heißt es.

Das Vordringen in neue Bereiche wird von den Anbieter scharf beobachtet, denn derzeit entfallen weltweit 80% der Ausgaben für Konsumgüterelektronik auf nur sieben Produkte: v.a. Smartphones, Tablets und TV. Daher, so die WKO, seien die Hersteller ständig auf der Suche nach der nächsten „disruptiven Technologie“.

 

 

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