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Business

Wachstum in Zentral- und Osteuropa 2015: Schere geht auf

Wien. Die zögerliche wirtschaftliche Erholung der Eurozone und der schwache Welthandel werden 2015 die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern Zentral- und Osteuropas (CEE) weiter vergrößern. Insbesondere reformfreudige Volkswirtschaften sollten heuer wachsen, während Staaten mit offenen Strukturproblemen in Rezession sein werden, meinen die Analysten der UniCredit in ihrem aktuellen „CEE Quarterly“. Erneut wird es also für Österreichs Banken und Exporteure davon abhängen, am richtigen Ort engagiert zu sein: Insgesamt soll die Wirtschaft in Zentral- und Südosteuropa dieses Jahr um 2,5 Prozent und 2016 um 2,9 Prozent zulegen. In der ganzen Region werden es wegen des Rückganges in Russland aber nur 0,2 bzw. 2,2 Prozent sein.

Einmal mehr stechen Zentraleuropa und das Baltikum mit einer breiten Erholung, besserer Steuermetrik sowie einer soliden Außenfinanzierungsfähigkeit hervor, heißt es in einer Ausendung.

„Vor dem Hintergrund eines geringen Exportwachstums gewinnen wettbewerbsfähige Preise an Bedeutung. Dabei könnte sich die Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar kurzfristig als hilfreich für CEE-Exporte außerhalb der EU erweisen. Sollte dies nicht ausreichend sein, könnten CEE-Länder mit flexiblen Wechselkursen zum Euro ihre Währungen abwerten, um die Geldpolitik zu lockern“, sagt UniCredit-Ökonom Dan Bucsa.

Langfristig müssten sich jedoch die Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas zu anspruchsvolleren Produktions­standorten mit höherer Wertschöpfung entwickeln.

Handelsembargo könnte zuerst fallen

Vor allem Serbien, Kroatien und die Ukraine sowie Russland selbst sieht man heuer angesichts ungelöster Wirtschaftsfragen bzw. der politischen Lage in einer unerfreulichen Situation.

Neben den Wahlen in Griechenland und den unsicheren Wachstums­aussichten der EWU bleiben die internationalen Sanktionen gegen Russland die wichtigste Frage für CEE, heißt es: Die Handelssanktionen könnten dabei zuerst fallen, sofern die 28 Mitgliedsländer der Europäischen Union keinen Konsens über ihre Verlängerung erzielen.

Werden die Handels­sanktionen teilweise zurückgenommen, könnte Russland im Gegenzug die Beschränkungen für Lebensmittelimporte lockern. Die Finanzsanktionen hingegen werden wohl solange in Kraft bleiben, bis die USA eine zufriedenstellende Lösung für die Ukraine-Krise sehen, heißt es weiter.

Link: UniCredit Group

 

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