21. Jan 2015   Business Recht

CMS, AIG und EMIS DealWatch legen M&A Report für Emerging Europe vor

Peter Huber ©David Sailer / CMS
Peter Huber ©David Sailer / CMS

Wien. Die internationale Rechtsanwaltssozietät CMS, AIG und EMIS haben ihren Bericht „Emerging Europe: M&A Report 2014/15“ veröffentlicht. Demnach fiel das Transaktionsvolumen von Fusionen und Übernahmen in den europäischen Schwellenländern im Jahr 2014 um ganze 43 Prozent – von 112 Milliarden Euro im Jahr 2013 auf 64 Milliarden Euro 2014. Für 2015 wird allerdings wieder vorsichtiger Optimismus geortet. Stark sind insbesondere Investitionen durch Private Equity-Fonds.

Die Anzahl der angekündigten Transaktionen mit einem Wert von über EUR 1 Million verzeichnete einen Jahresrückgang von 14 % auf insgesamt 2.198 Deals, heißt es in einer Aussendung weiter.

Die starken Sektoren und Länder

Der Industriesektor verzeichnete 2014 die meisten M&A-Transaktionen: 364 Abschlüsse machten 17 % des Gesamtvolumens aus. Der Bergbau (einschließlich Öl und Gas) war der führende Sektor in Bezug auf das Transaktionsvolumen: Mit über EUR 10 Milliarden stellte er knapp 17 % des gesamten Marktes dar.

Auf den M&A-Bereich in Russland sind 33 % aller Transaktionen in den europäischen Schwellenländern und 47 % des gesamten Transaktionsvolumens 2014 entgefallen. Polen liegt an zweiter Stelle mit einem Anteil von 13 %, knapp gefolgt von der Türkei mit 12 %.

Die Aussichten

Die für ihre Risikofreudigkeit bekannten Private-Equity-Fonds können auf ein relativ gutes Jahr in der Region zurückblicken, heißt es weiter: Die Anzahl an Private-Equity-Transaktionen stieg um 6 % auf 248.

Peter Huber, Managing Partner und M&A-Experte bei CMS in Wien bemerkt dazu: „Es gibt Anzeichen für eine Erholung des Marktes in der gesamten Region. Wir beobachten ein steigendes Interesse globaler Private-Equity-Akteure sowohl an mittelständischen, oftmals Familien- oder eigentümergeführten Unternehmen als auch an größeren Gesellschaften, die aufgrund von Privatisierungsprogrammen oder Secondary Sales durch Private-Equity-Fonds auf den Markt kommen. Dazu zählen auch verschiedene Infrastruktur-Assets. Obwohl das Aktivitätslevel innerhalb der Region noch stark schwankt – Länder wie die Tschechische Republik und die Slowakei etwa verzeichnen Rekordtransaktionsvolumina – sehen wir im Großen und Ganzen dem kommenden Jahr zuversichtlich entgegen.“

Radivoje Petrikic, Partner und CEE Coordinator von CMS in Wien, fügt hinzu: „CMS ist weiterhin optimistisch, was den Dealflow in CEE im Jahr 2015 angeht. Transaktionen, die derzeit in Vorbereitung sind, sowie neue Deals, die aus den vielfältigen Restrukturierungsprojekten in der Region resultieren, werden auch im kommenden Jahr keine Langeweile aufkommen lassen.“

Weitere Stimmen

Boris Maleshkov, Head of Editorial bei EMIS, kommentiert: „Die Spannungen zwischen Moskau und Kiew sowie erneute Spekulationen über Griechenlands möglichem Austritt aus der Eurozone werden sich 2015 dämpfend auf die M&A-Aktivitäten in der Region auswirken. Wir sind jedoch der Meinung, dass große Transaktionen in Polen, besonders im Energie- und Bankensektor, und die ambitionierten Privatisierungsprogramme der Regierungen in der Türkei und in Rumänien den regionalen Marktteilnehmern etwas Erleichterung verschaffen werden.“ Angus Marshall von AIG hält schließlich fest: „Wir beobachten, dass Gewährleistungs- und Rechtsschutzversicherungen zunehmend zu einem festen Bestandteil im M&A-Bereich in der Region werden, wobei im Jahr 2014 insbesondere bei Immobilientransaktionen eine Rekordzahl an Versicherungspolicen erreicht wurde.“

Link: CMS

 

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