26. Feb 2015   Bildung & Uni Recht

Völkerrechtlerin Christina Binder ist neue Berta-Karlik-Professorin der Uni Wien

Christina Binder ©Schmid / Uni Wien / privat
Christina Binder ©Schmid / Uni Wien / privat

Wien. Die Völkerrechtlerin Christina Binder sowie Literaturwissenschafterin Christine Ivanovic und Neurobiologin Kristin Tessmar-Raible erhalten am 9. März 2015 die Berta-Karlik-Professuren der Universität Wien.

Mit dem Programm – es ist nach der ersten Professorin der Uni benannt – will man exzellenten Forscherinnen die Möglichkeit geben, sich in einer Professur zu bewähren. Diese ist zwar keine Dauerstellung – erhöht aber die Chancen auf eine dauerhafte Berufung, wie es heißt.

„Die Zahl der Professorinnen an der Universität Wien nimmt stetig zu und liegt bereits bei über 25 Prozent – eine Verdoppelung binnen zehn Jahren“, wird Rektor Heinz W. Engl in einer Aussendung zititert. Um diesen Trend zu stärken, habe die Universität Wien 2014 bereits zum zweiten Mal drei Berta-Karlik-Professuren zur Förderung von exzellenten Wissenschafterinnen ausgeschrieben und mit 2015 besetzt. Betreut wird die Verleihung von der Abteilung für Gleichstellung und Diversität.

Die geförderten Forscherinnen

Christina Binder, Völkerrechtlerin an der Universität Wien, ist seit Juni 2012 habilitiert und ist stellvertretende Leiterin des interdisziplinären Forschungszentrums „Human Rights“. Sie war Visiting Fellow am „Lauterpacht Centre for International Law“ in Cambridge (2007-08) und am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg (2008-10).

Binder ist Mitglied des Executive Board der European Society of International Law und der Jungen Kurie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Als „electoral expert“ des „Congress of Local and Regional Authorities“ des Europarates und als Rechtsberaterin ist sie für Wahlmissionen der OSZE/ODIHR und der EU tätig: etwa in Ecuador, Ruanda, Usbekistan und Estland. Ihre Forschungsinteressen liegen den Angaben zufolge im Bereich des Völkerrechts, mit besonderer Schwerpunktsetzung auf den Menschenrechten (z.B. internationale Standards politischer Partizipation, Demokratisierung, europäisches und interamerikanisches Menschenrechtsschutzsystem, wirtschaftliche und soziale Rechte), dem Investitionsrecht und dem Völkervertragsrecht.

Christine Ivanovic ist als Literaturwissenschafterin am Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Wien tätig. Sie widmet sich der Erarbeitung einer Typologie translationaler Literatur und Analyse von Formen und Strukturen literarischer Texte im transeuropäischen Kulturtransfer (in Kooperation mit der Japanologie). Weiters entwickelt sie neue Ansätze der digitalen Literaturanalyse und -vermittlung am Beispiel des Gesamtwerks von Ilse Aichinger (Projekt „Viennavigator“.

Kristin Tessmar-Raible ist Neurobiologin am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Wien (Max F. Perutz Laboratories) und fokussiert in ihrer Arbeit auf den Einfluss des Lichts auf das Nervensystem.Die START-Preisträgerin leitete eine internationale Kollaboration im Rahmen eines HFSP young investigator programmes und ist Leiterin der Forschungsplattform „Marine Rhythms of Life“ der Universität Wien.

Link: Uni Wien

 

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