05. Mrz 2015   Bildung & Uni Recht

Universität Wien und European Law Institute (ELI) bis 2019 im Bund

Wien. Die Universität Wien und das European Law Institute (ELI) haben ihre Kooperation bis 2019 verlängert: Ziel des ELI ist, zur Entwicklung des Rechts in Europa beizutragen – ob Zivil-, Straf- oder Verwaltungsrecht. Die Beheimatung des Sekretariats des international renommierten Instituts stelle sicher, dass die Fakultät für Rechtswissenschaften der Universität Wien weiterhin intensiv an der Europäischen Rechtsentwicklung mitwirke und die internationale Sichtbarkeit der Universität Wien weiter gesteigert werde, heißt es.

2011 hat sich die Universität Wien im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung um den Sitz des ELI beworben und sich zuletzt gegen das Europäische Hochschulinstitut in Florenz und das Großherzogtum Luxemburg durchgesetzt. Im gleichen Jahr wurde das ELI-Sekretariat in Anwesenheit von Vize-Kommissionspräsidentin Viviane Reding eröffnet. Seitdem hat sich das ELI, das nach dem Vorbild des American Law Institute (ALI) gegründet wurde, zu einer international renommierten Einrichtung entwickelt, die eng mit anderen internationalen Organisationen und EU-Institutionen kooperiere.

Die Projekte

Das ELI führt den Angaben zufolge Projekte durch, an denen auch viele WissenschafterInnen der Universität Wien beteiligt sind: Als Beispiel wird die Arbeit zum Gemeinsamen Europäischen Kaufrecht (Common European Sales Law, CESL) genannt, die von Lord Thomas, Lord Chief Justice of England and Wales, geleitet wurde und an der Univ.-Prof. Dr. Christiane Wendehorst vom Institut für Zivilrecht der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien in führender Position beteiligt war.

Die Stellungnahme wurde von den EU-Institutionen sehr positiv aufgenommen und hat die legislative Entschließung des Europäischen Parlaments vom Februar 2014 maßgeblich geprägt, heißt es weiter.

Die Jahreskonferenz des ELI wird auch 2015 wieder in Wien stattfinden, und zwar vom 2. bis 4. September. Es werden ExpertInnen aus ganz Europa und darüber hinaus erwartet – unter anderem werden die neue EU Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleichstellung, Vera Jourová, und die Präsidentin der amerikanischen Uniform Law Commission, Harriet Lansing, jeweils eine Keynote halten.

Link: European Law Institute

 

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