10. Mrz 2015   Business

Deloitte: Experten-Diskussion zur Auswirkung der Frauenquote auf das Top-Management

Wien. Wie man Frauen in Vorstände und Aufsichtsräte bekommen kann, die nach wie vor deutlich von Männern dominiert werden, war das Thema des „Professional Women Network“ von Deloitte. Als Diskussionsgrundlage diente das neue Buch „Getting women on to corporate boards“ von Univ.-Prof. Morten Huse, in dem er die Auswirkungen der 2008 in Norwegen beschlossenen Frauenquote untersucht.

Deloitte Partnerin Gundi Wentner diskutierte mit dem Autor und den Gästen, wie sich gesetzliche Änderungen auf die Besetzung von Top-Positionen auswirken, welche Bedeutung das für Frauen in Führungspositionen hat und wo die Vorteile für Gesellschaft und Wirtschaft liegen.

Norwegen als Vorreiter

In Norwegen wird seit 2008 Firmen eine Frauenquote von 40% in den Aufsichtsräten vorgeschrieben. Der aktuelle Frauenanteil in den Aufsichtsräten von Österreichs Top 200 Unternehmen beträgt 14 %. In börsennotierten Unternehmen  sind es 12 %. Laut einer aktuellen globalen Deloitte Studie haben weltweit 35 % der Unternehmen Diversitätsrichtlinien für den Aufsichtsrat, in Österreich sind es nur 26 %.

Auffällig sei in Österreich, dass der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der Unternehmen, an denen der Staat zur Hälfte und darüber beteiligt ist, deutlich höher liegt und nach der freiwilligen Selbstverpflichtung der Bundesregierung der Frauenanteil hier auf aktuell 36 % gestiegen ist.

Freiwillige Initiativen, Netzwerke und Kommunikation sind freilich ebenfalls wichtig, um den Frauenanteil in Top-Führungspositionen zu erhöhen, war ein weiteres Ergebnis.

 

 

 

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