12. Mrz 2015   Recht

Die Liste potenzieller Hypo-Kläger wird immer länger: Kanzleien gehen in Stellung

Wien. Es wird noch ein Jahr dauern, bis die Finanzmarktaufsicht (FMA) in Sachen Hypo Alpe Adria-Abbaueinheit Heta ihre Bescheide verschickt, wie die Gläubiger am geplanten >Haircut< beteiligt werden sollen. Doch schon jetzt zeichnet sich eine Flut von Klagen ab. Wie brisant die Lage ist, illustriert eine Warnung der Ratingagentur Fitch: Sie ortet drohenden Kapitalbedarf bei der Düsseldorfer Hypothekenbank (Düsselhyp), weil diese einen dreistelligen Millionenbetrag an Hypo-Anleihen hält. Insgesamt kommen allein deutsche Finanzunternehmen laut Handelsblatt auf einen Bestand von 2,5 Milliarden Euro an Hypo-Papieren. Österreichs Wirtschaftskanzleien können sich also schon auf Klienten aus dem Ausland einstellen. Von B wie Baker & McKenzie bis W wie Wolf Theiss haben fast alle eine lange Vergangenheit in Sachen Hypo.

Mit Schönherr begleitet eine der beiden größten österreichischen Kanzleien die Heta Asset Resolution selbst – also die Bad Bank der früheren Hypo Alpe Adria – bei der Vorbereitung ihrer Abwicklung.

Wer wird beraten: Hypo oder Hypo?

Auch der ewige Schönherr-Rivale Wolf Theiss war in den vergangenen Jahren schon prominent mit dem Hypo-Thema befasst: Wolf Theiss war 2009 Rechtsberater der alten Hypo Group Alpe Adria bei ihrer Rettung und Verstaatlichung durch die Republik Österreich. Später beriet man Anadi beim Erwerb des Österreich-Geschäfts der Hypo.

Dorda Brugger Jordis wieder hat schon den früheren Hypo-Teileigentümer BayernLB zum Thema beraten, ebenso wie Freshfields Bruckhaus Deringer und Binder Grösswang.

Baker & McKenzie Wien hat mit dem ehemaligen Staatsanwalt Georg Krakow sogar einen der Chefs der alten >CSI Hypo< und späteren >externen Koordinator< der Hypo in ihren Reihen: Das Beratungsmandat von Baker für die Bank dauerte noch bis zu ihrer Aufsichtsratssitzung vom 23. Mai 2014.

Link: Heta Asset Resolution

 

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